MTV fehlen Energie und Fortune

Wolfenbüttel.  Ohne wirklich überlegen zu sein, gewinnt Lupo Martini Wolfsburg mit 3:1.

Luei Omar, der sich hier im Spiel gegen Egestorf unter Bedrängnis durchsetzt, blieb in Wolfsburg ebenso ohne Durchschlagskraft wie seine Mannschaftskollegen.

Luei Omar, der sich hier im Spiel gegen Egestorf unter Bedrängnis durchsetzt, blieb in Wolfsburg ebenso ohne Durchschlagskraft wie seine Mannschaftskollegen.

Foto: Udo Starke / Regio-Press

Den angestrebten Erfolg bei Lupo Martini Wolfsburg konnte der Fußball-Oberligist MTV Wolfenbüttel nicht in die Tat umsetzen. Stattdessen stand eine 1:3-Niederlage zu Buche. Den MTV-Treffer markierte Nils Göwecke.

Während die Volkswagenstädter durch den Sieg ihren Aufwärtstrend bestätigten, müssen die Meesche-Kicker weiter um den Anschluss an das obere Tabellendrittel kämpfen. Das wird nicht einfach, denn am kommenden Samstag sind die spielstarken Göttinger zu Gast.

MTV-Coach Stefan Gehrke war nach der Partie nicht wirklich sauer: „Ich kann den Jungs kämpferisch und läuferisch keinen Vorwurf machen. Das war okay. Sie haben gearbeitet und sich dafür nicht belohnt“, bilanzierte er die 90 Minuten im Lupo-Stadion.

Die Hausherren hatten selbst keine nennenswerten echten Torchancen. Bei den Gegentreffern stand den Schützen das Glück zur Seite, die Bälle fielen ihnen vor die Füße, sie mussten das Leder nur noch einschieben. Trainer Gehrke sah es realistisch: „Man kann das Glück für uns nicht erzwingen. Wir haben in der Defensive kaum etwas zugelassen. Zudem machte Johannes Patz als linker Verteidiger nach langer Verletzungspause eine sehr ansprechende Partie und ist eine echte Verstärkung für noch anstehende Aufgaben. Johannes ist immer eine Anspielstation und gewinnt wichtige Kopfballduelle“, lobte Gehrke den großgewachsenen Abwehrspieler.

Und Gehrke betont, dass nicht die Defensive das Problem im Spiel der Lessingstädter sei. Was den Oberligaspielern wirklich fehlt, ist die unbedingte energische Durchschlagskraft in der Offensive. Da müssen sich die Offensivkräfte den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig „Dampf“ in ihren Aktionen zu haben, um aussichtsreiche Situationen vor dem Tor für sich zu entscheiden.

Dabei sehnt man sich nach der Rückkehr von Niklas Kühle, der den Ball beherzt spielt und Tempo schon im Mittelfeld aufnehmen kann. Er wird zurzeit mit seinen Stärken schmerzlich vermisst. Aber an eine schnelle Rückkehr in die Startelf ist noch nicht zu denken. Vielleicht, so schätzt das Trainer-Duo, sei er Anfang bis Mitte November wieder einsatzfähig.

Es fehlt aber auch die fußballerische Leidenschaft in manchen Zweikämpfen, um sich Tormöglichkeiten zu erarbeiten. Die Spieler verschenken zu oft ihre Gelegenheiten.

Lupo-Martini war am Sonntagnachmittag kein übermächtiger Gegner. Der MTV hatte zugegebenermaßen auch viel Pech. Denn in Phasen, in denen er den Druck erhöhte und sich besser in Szene setzte, gelangen den Hausherren jeweils ihre Treffer. Sehenswert war indes der Anschlusstreffer von Nils Göwecke, der einen Freistoß (78.) aus 18 Metern im Winkel versenkte. Da war der MTV kurz dem Ausgleich nah.

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