Wojcickis Fahrplan zum WM-Kampf steht

Wolfsburg.  Der heimische Profiboxer darf den WM-Ausscheidungskampf im Wolfsburger Congress-Park bestreiten, sehr wahrscheinlich am 14. November vor 500 Fans.

Nachdem Patrice Volny als Gegner von Patrick Wojcicki bereits feststand, ist jetzt auch klar, dass der WM-Ausscheidungskampf im Wolfsburger Congress-Park stattfindet, aller Wahrscheinlichkeit nach am 14. November vor 500 Zuschauern. 

Nachdem Patrice Volny als Gegner von Patrick Wojcicki bereits feststand, ist jetzt auch klar, dass der WM-Ausscheidungskampf im Wolfsburger Congress-Park stattfindet, aller Wahrscheinlichkeit nach am 14. November vor 500 Zuschauern. 

Foto: Sebastian Priebe / regios24 (2)

Es ist die Riesenchance in seiner Profi-Laufbahn: Mittelgewichts-Boxer Patrick Wojcicki bekommt einen Ausscheidungskampf um die Weltmeisterschaft nach Version der IBF. Als Gegner hat der Weltverband den Kanadier Patrice Volny bestimmt. Jetzt sind die Rahmendaten auf dem Weg zum WM-Kampf weitgehend abgesteckt: Das Duell soll am 14. November steigen, und zwar in Wojcickis Heimat Wolfsburg im Congress-Park. 500 Zuschauer sind zugelassen, mit TV-Sender Sport1 und dem Congress-Park liegt Wojcickis Promoter Sauerland Events in den letzten Zügen, mit der finalen Verkündung ist in den nächsten Tagen zu rechnen.

Für den 29-jährigen Wolfsburger wird der 16. Kampf zugleich der wichtigste. Die IBF zählt zu den vier bedeutenden Weltverbänden im Profiboxen. Fast zwei Jahre hatte er deren Interconti-Titel gehalten und sich so in der Rangliste immer weiter nach oben geboxt. Jetzt ist Wojcicki nur noch einen Schritt von seinem großen Traum entfernt.

Wojcicki: Rückenwind durch Heimvorteil

Dass das Duell nun für Wolfsburg fixiert wird, dürfte dem Lokalmatadoren noch einmal Rückenwind für die intensive Vorbereitungsphase geben. „Seine“ Stadt ist für ihn bisher ein gutes Pflaster, hier hat er den Interconti-Gürtel zweimal souverän und mit starken Leistungen gegen Sven Elbir und den Argentinier Marcelo Fabian Caceres verteidigt, hier will er den letzten Schritt zum WM-Fight gehen.

Der Kanadier Volny, in 15 Profikämpfen wie Wojcicki ungeschlagen, ist ein starker, aber machbarer Gegner. Der Wolfsburger, den sein Coach Antonino Spatola stets gut einzustellen weiß, wird einen Reichweiten-Nachteil wettmachen müssen. Er trifft aber zugleich auf einen Gegner, dessen Deckung in den letzten Kämpfen viele Lücken aufwies. Der 30-jährige Volny ist die Nummer 6 der IBF-Weltrangliste, der Wolfsburger die Nummer 4. Im Gespräch mit Radio Canada sagte Volnys Trainer Eric Belanger über Wojcicki: „Er ist ein sehr klassischer Boxer. Er macht nichts Besonderes, und er ist kein großer Puncher. Er hat jedoch viel Erfahrung und ein gutes Timing. Auch wenn er auf den ersten Blick nichts Brillantes tut, muss man vorsichtig sein.“

WM-Fight gegen Superstar Golovkin winkt

Patrick und Patrice – sie beide schielen vor diesem Duell auf die Riesenchance, die sich ihnen eröffnen kann. Denn der Ausscheidungskampf soll nicht nur zu einem WM-Fight führen, sondern zu einem gegen einen echten Superstar der Boxwelt.

Auch wenn IBF-Weltmeister Gennady Golovkin seine Profikarriere in Hamburg begonnen hat, so ist er in Deutschland außerhalb der Boxszene ein weitgehend unbeschriebenes Blatt. Zum absoluten Superstar wurde der Kasache in Amerika, wo er alle großen Namen des Mittelgewichts geboxt und sie fast alle besiegt hat. Nur in den zwei Kämpfen mit dem mexikanischen Ausnahmeboxer Saul „Canelo“ Alvares standen ein Remis und die einzige Niederlage seiner langen Karriere.

Riesenchance ins Rampenlicht zu rücken

Der mittlerweile 38-Jährige hielt zwischenzeitlich die Weltmeister-Titel von vier Verbänden, hat im Frühjahr 2019 noch mal einen Vertrag über sechs Kämpfe beim Streaming-Sender DAZN unterschrieben, der ihm pro Kampf eine Börse im zweistelligen Millionenbereich garantieren soll. Sowohl Wojcicki als auch Volny wissen: Der Kampf am 14. November im Congresspark ist die Chance, um ins Rampenlicht der Boxwelt zu rücken, auch wenn sie gegen Golovkin, der übrigens 2017 bei der Benefiz-Gala zugunsten seines früheren Universum-Stallgefährten Eduard Gutknecht extra nach Gifhorn gereist war, Außenseiter wären.

Wojcicki und Volny gehen mit der Bürde von einer rund einjährigen Wettkampfpause in den Ring, für die vor allem die Corona-Pandemie gesorgt hat. Auch vor diesem Hintergrund ist die Tatsache, dass Wojcicki mit seinem Heimpublikum im Rücken boxen wird, ein kleiner Vorteil, um sich den Traum vom WM-Duell zu erfüllen.

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