Bundestrainer Löw lobt den VfL Wolfsburg und dessen Macher

Wolfsburg.  Viel Prominenz tummelt sich zudem in der VW-Arena beim zweiten A-Länderspiel in der Geschichte Wolfsburgs. Von Gerhard Schröder bis Uwe Seeler.

Bundestrainer Joachim Löw (von links) plauschte vor Anpfiff mit seinem Vorgänger Jürgen Klinsmann.

Bundestrainer Joachim Löw (von links) plauschte vor Anpfiff mit seinem Vorgänger Jürgen Klinsmann.

Foto: Lars Baron / Bongarts/Getty Images,

26.101 Zuschauer, nicht ganz ausverkauft – das meldete der Deutsche Fußball-Bund. Das zweite A-Länderspiel in der Geschichte Wolfsburgs war zwar sportlich kein ganz großer Erfolg, aber die VW-Arena war doch noch gut gefüllt und stimmungsvoll beim 1:1 (0:1) der überlegenen deutschen Nationalmannschaft am Mittwochabend gegen Serbien. Und ein großes Lob gab es zudem für den VfL.

Bereits am Vormittag hatte Bundestrainer Joachim Löw zusammen mit Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff und Keeper Kevin Trapp die Betriebsversammlung im Volkswagen-Werk besucht. Bei dieser Gelegenheit äußerte sich Löw auch über den heimischen Fußball-Bundesligisten: „Wir freuen uns alle, dass sich der VfL in dieser Saison stark verbessert präsentiert.“ Der 59-Jährige verfolgt die Partien aber eher aus der Ferne, in der VW-Arena war er zuvor lange nicht mehr gesehen worden.

Löw traut den Grün-Weißen offenbar einiges zu. „Die Mannschaft spielt einen sehr, sehr guten, attraktiven Fußball“, sagte der Bundestrainer, der die Verantwortlichen für den Aufschwung, der den VfL bis nach Europa tragen könnte, in der Führungsetage ausgemacht hat. „Manager Jörg Schmadtke und Trainer Bruno Labbadia leisten hier gute Arbeit“, lobte Löw.

Und wenn’s für das Team wieder besser läuft, dann profitiert davon auch jeder Einzelne. Mit Yannick Gerhardt, Maximilian Arnold und Robin Knoche hat der VfL drei Profis im Kader, die bereits Erfahrungen bei der A-Nationalmannschaft gesammelt haben und zuvor auch die Juniorenteams durchlaufen hatten. Sie gehören aktuell zwar nicht zu seinem Kader, bleiben aber auf dem Radar, wie Löw erklärte. „Maximilian Arnold, Yannick Gerhardt und Robin Knoche waren ja schon bei uns oder in den U-Mannschaften. Natürlich beobachten wir sie“, so der Bundestrainer.

Zuletzt bekam aus dem genannten Trio Gerhardt eine Chance. Im Testspiel gegen Italien im November 2016 durfte der 25-Jährige mitwirken. Bei den anderen liegt der Kontakt zur A-Nationalmannschaft noch länger zurück: Arnold wirkte im Test gegen Polen im Mai 2014 für 13 Minuten mit, Knoche stand im November 2014 fürs Testspiel gegen Spanien im Kader, wurde jedoch nicht eingesetzt. Seitdem sind sie Zuschauer beim DFB-Team – so wie gestern in ihrem eigenen Stadion.

Auf der Tribüne nahm auch viel Prominenz Platz. Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder, VW-Vorstandsvorsitzender Herbert Diess, DFB-Präsident Reinhard Grindel, DFB-Ehrenspielführer Uwe Seeler sowie viele andere ehemalige deutsche Fußball-Nationalspieler waren auf Einladung von Volkswagen gekommen. Der neue Mobilitätspartner des DFB nutzte das zweite Fußball-A-Länderspiel in der Geschichte Wolfsburgs, um sich von seiner allerbesten Seite zu zeigen.

So war es am Ende trotz des unbefriedigenden Remis’ bei der Generalprobe für die am Sonntag (Anpfiff 20.45 Uhr) mit einem Spiel in Amsterdam gegen die Niederlande beginnende EM-Qualifikation ein Erfolg. Wolfsburgs hat sich für ein drittes Länderspiel hier empfohlen.

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