Erst Vorlage, dann Tor: Anführer Arnold überzeugt erneut

Wolfsburg.  Der 26-Jährige ist beim VfL Wolfsburg unverzichtbar geworden und stellt das auch im Bundesliga-Heimspiel gegen Bielefeld unter Beweis.

Happy: Maximilian Arnold. 

Happy: Maximilian Arnold. 

Foto: Darius Simka / regios24

Maximilian Arnold wird sich geärgert haben, als ihm Manuel Gräfe im Spiel gegen Arminia Bielefeld kurz nach der Pause die gelbe Karte zeigte. Es war im fünften Bundesliga-Spiel bereits die zweite Verwarnung des 26 Jahre alten Mittelfeldspielers des VfL Wolfsburg. Geht das so weiter, wird Arnold sein großes persönliches Ziel dieser Saison verpassen. Denn im Interview mit unserer Zeitung hatte er erzählt, dass er unbedingt einmal alle 34 Ligaspiele bestreiten will.

Solch ein Ziel kann ein Fußballer nur verfolgen, wenn er sich seines Stammplatzes sicher ist. Und diese Sicherheit darf Arnold mittlerweile in sich tragen. Er hat sich in den vergangenen drei Jahren zum Unverzichtbaren im Wolfsburger Mittelfeld aufgeschwungen. Zum Beweis: In 71 der letzten 73 Bundesliga-Partien stand er für den VfL auf dem Rasen. Natürlich auch am Sonntagnachmittag wieder gegen Bielefeld.

In der hatte Arnold einen großen Anteil an der schnellen 2:0-Führung. Zunächst bereitete er das 1:0 durch Wout Weghorst mit einer smarten Freistoßvariante vor. Und keine 60 Sekunden später attackierte er Gegenspieler Arne Maier, gewann die Kugel, spielte Doppelpass mit Admir Mehmedi und erhöhte mit einem satten Linksschuss auf 2:0. Erst eine Vorlage, dann ein Tor: Anführer Arnold überzeugte abermals.

Schon vor einer Woche beim 1:1 in Mönchengladbach nahm der 26-Jährige nach einer mauen ersten Hälfte das Zepter in die Hand und führte seine Mannschaft zu bärenstarken zweiten 45 Minuten. Mit präzisen Seitenverlagerungen, hoher Laufarbeit und intensiven Zweikämpfen, in denen er weder seine Gegner noch sich selbst schonte. War Arnold bis vor drei Jahren noch ab und an unglücklich mit seiner Rolle als der Junge aus dem eigenen Stall, dem die Trainer nicht immer die volle Wertschätzung und das nötige Vertrauen entgegenbrachten, ist er nun unersetzbar.

Oliver Glasner hatte Arnold nach seiner ersten Saison zwischen den Zeilen zum besten VfL-Spieler des Jahres ernannt. Und auch nach dem 2:1 gegen Bielefeld hob der 46 Jahre alte Österreicher den „sehr, sehr großen Wert“ des Linksfußes für die Grün-Weißen hervor. „Es freut mich sehr, dass Maximilian sein Spiel immer dynamischer gestaltet. Er ist“, sagt der Trainer, „ein sehr, sehr wichtiger Spieler für uns.“ Ohne Frage.

Einmal mehr führte er seine Mannschaft an – als bester Spieler auf dem Rasen. Bleibt nur noch eine Sache, über die sich Arnold bestimmt geärgert hat: die gelbe Karte.

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