Lerch: Wir haben nur noch K.o.-Spiele

Wolfsburg.  Die Nationalmannschafts-Pause ist vorüber, für den VfL beginnen die schweren Wochen. Vor dem Pokal-Spiel gegen Potsdam bangt Lerch um Doorsoun.

Sara Doorsoun (links) droht für den Pokal-Hit des VfL gegen Potsdam am Mittwoch auszufallen, die zuletzt angeschlagene Alexandra Popp kann dafür spielen.

Sara Doorsoun (links) droht für den Pokal-Hit des VfL gegen Potsdam am Mittwoch auszufallen, die zuletzt angeschlagene Alexandra Popp kann dafür spielen.

Foto: Ralf Poller / imago/Avanti

Ab dem heutigen Samstag kehrt wieder ein bisschen Normalität bei den Fußballerinnen des VfL Wolfsburg ein: Nach der Länderspielpause bittet Coach Stephan Lerch seine Spielerinnen zum ersten gemeinsamen Mannschaftstraining. Viel Zeit, sich von den Anstrengungen von zum Teil drei Spielen binnen acht Tagen zu erholen, wird aber nicht bleiben. Schon am Mittwoch (18 Uhr, AOK-Stadion) muss sich der VfL im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen Turbine Potsdam in Topform zeigen.

Zwölf Spielerinnen waren mit ihren Nationalmannschaften unterwegs. Caroline Hansen und Ingrid Syrstad Engen, die im Sommer kommen wird, sicherten sich dabei unter anderem den Sieg beim Algarve-Cup, im Endspiel gab’s ein 3:0 gegen Überraschungs-Finalist Polen, bei dem Ewa Pajor nur in der Vorrunde zum Einsatz gekommen war. Hansen, die den VfL nach der Saison voraussichtlich verlassen wird, hatte das 2:0 erzielt.

Fast alle Wolfsburgerinnen kehrten ohne nennenswerte Wehwehchen an den Elsterweg zurück. Mit einer Ausnahme: Sara Doorsoun verließ die deutsche Nationalmannschaft angeschlagen (muskuläre Probleme), ihr Einsatz im Pokal gegen Potsdam „ist äußerst fraglich“, so Lerch. Erfreulich aus VfL-Sicht: Die neue Nationalmannschaftskapitänin Alexandra Popp ist nach ihrem Ausfall gegen Bremen fit. Sie war zum Spiel der Deutschen gegen Frankreich (1:0) gereist, aber nicht zum Einsatz gekommen. Auch Keeperin Almuth Schult ist nach ihrer Masernerkrankung wieder voll im Training, soll am Sonntag in der U20 im Zweitliga-Spiel bei Hoffenheim Spielpraxis sammeln. Ansonsten wird am Wochenende trainiert, am Montag ist angesichts der dann folgenden Belastungen noch einmal frei, am Dienstag wartet das Abschlusstraining vor dem Pokal-Hit.

Um vor diesem hochzufahren, hat der nationale Doublesieger der vergangenen zwei Jahre wenig Zeit. „Es warten jetzt nur noch K.o.-Spiele auf uns“, sagt Lerch. Damit meint er nicht nur den Pokal und die Champions League, in der im Viertelfinale mit Titelverteidiger Olympique Lyon der härteste Brocken wartet, sondern auch die Liga, in der der VfL mit Bayern München nunmehr gleichauf ist.

In den vergangenen Spielzeiten hatte der VfL nach der Winterpause immer noch eine Schippe drauflegen können. Ob es auch dieses Mal so sein wird, lässt sich schwer beurteilen. Zum Start hatte es das 2:4 gegen Bayern gegeben, dann ein kaum zu bewertendes 6:0 gegen ein schwaches Werder Bremen. Lerch sagt: „Ich setze darauf, dass unsere Spielerinnen in den K.o.-Spielen wie immer voll da sind.“ Gemeint ist nicht nur die körperliche Verfassung, sondern auch die mentale Stärke des VfL-Starensembles. „In diesem Punkt konnten wir uns immer auf unsere Spielerinnen verlassen“, so Wolfsburgs Coach.

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