VfL beantwortet Unsicherheit mit einem Ausrufezeichen

Wolfsburg.   Den Stimmungstest gegen Potsdam bestehen die VfL-Fußballerinnen mit Bravour. Alex Popp sagt: „So ein gutes Spiel gibt Aufwind.“

Das überzeugende 4:0 gegen Potsdam kam für die VfL-Fußballerinnen angesichts der schwierigen Aufgaben in den kommenden Wochen genau zur richtigen Zeit.

Das überzeugende 4:0 gegen Potsdam kam für die VfL-Fußballerinnen angesichts der schwierigen Aufgaben in den kommenden Wochen genau zur richtigen Zeit.

Foto: Darius Simka / regios24

Der VfL hat an diesem Mittwochabend nicht nur in höchst souveräner Manier sein Ticket für das Halbfinale im DFB-Pokal gelöst. Das auch in dieser Höhe verdiente 4:0 gegen Turbine Potsdam war angesichts der 2:4-Niederlage zum Jahresstart bei Bayern München sowohl ein wichtiges Zeichen der Mannschaft an sich selbst als auch an die Konkurrenz – und das genau zur richtigen Zeit.

Zahlreiche VfL-Spielerinnen waren vor diesen wichtigen Wochen für den Verein mit ihren Nationalteams unterwegs, das 6:0 zuvor in der Liga gegen Kellerkind Werder Bremen taugte so gar nicht, um die eigene Leistungsfähigkeit zu bewerten. „Eine gewisse Unsicherheit hat man in der Mannschaft ein bisschen gemerkt“, gibt Lena Goeßling zu, immer verbunden mit der Frage: „Wo stehen wir überhaupt?“, so die Nationalspielerin weiter. „Wir waren nach München sehr selbstkritisch mit uns und auch nicht zufrieden, auch wenn wir dann gegen Bremen gewonnen haben“, sagte Doppeltorschützin Alexandra Popp, die weiter ausführte: „Wir waren dann gespannt, wie wir von der Nationalmannschaft zurückkommen.“

Die Antwort: ganz stark. Das 4:0 in diesem ersten K.o.-Spiel im März taugte sehr gut als Stimmungstest. Der VfL hat gegen einen eigentlich sehr schwierigen Gegner – Potsdam ist Dritter, holte im Liga-Hinspiel ein 1:1 – überzeugend gewonnen und kann die kommenden Aufgaben selbstbewusst angehen. Wolfsburg ließ sich auch von den frühen Potsdamer Attacken nicht aus der Ruhe bringen, verteidigte konsequent und war recht konsequent im Herausspielen und Verwerten der klaren Torchancen. „Wenn wir das in den kommenden Wochen schaffen, dann habe ich Lust auf mehr“, meinte Popp zufrieden und schob hinterher: „So ein gutes Spiel abzuliefern, gibt Aufwind,. Das war unheimlich wichtig.“

Die wiedergenesene Keeperin Almuth Schult, die wenig zu halten hatte, sagte nach ihrem Comeback: „Wir haben ein Ausrufezeichen gesetzt. Ich hoffe, Freiburg und Lyon haben gut zugeguckt. Und ich hoffe, dass wir die Leistung in der nächsten Woche auch bestätigen können.“ Freiburg ist am Sonntag (14 Uhr) in der Liga der nächste Gegner, direkt aus dem Breisgau geht es am Montag mit dem Bus zum Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League bei Olympique Lyon, das am Mittwoch (20.45 Uhr, live bei Wölfe-TV) steigt.

Stephan Lerch hätte sich gewünscht, dass seine Mannschaft die Räume in der Offensive noch etwas besser ausnutzt. „Pernille Harder war häufig frei, wir hätten noch mehr Druck erzeugen können“, so der VfL-Coach, der ansonsten angesichts des deutlichen Siegs wenig zu kritisieren hatte: „Ein dickes Lob an die Mannschaft, wie sie das Spiel angenommen hat und auch fußballerisch überzeugen konnte. Diesen Schwung wollen wir mitnehmen.“

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