Lerch ist zufrieden mit der Reaktion auf München

Wolfsburg.  Das Offensivspiel der Fußballerinnen des VfL Wolfsburg wirkt aber weiter ausbaufähig. Wedermeyer jubelt: „Mein schönstes Bundesliga-Tor.“

Coach Stephan Lerch (links) freut sich mit Joelle Wedemeyer (rechts), deren frühes wie schönes 1:0 den VfL erst auf die Siegerstraße brachte.

Coach Stephan Lerch (links) freut sich mit Joelle Wedemeyer (rechts), deren frühes wie schönes 1:0 den VfL erst auf die Siegerstraße brachte.

Foto: Sebastian Priebe / regios24

Ja, es war eine Reaktion auf die schmerzhafte Pleite in München, und doch sind die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg spielerisch weiter nicht da, wo man sie erwartet hätte. Aber, und das ist die gute Nachricht nach dem erst am Ende deutlichen 3:0 gegen Eintracht Frankfurt: In der Liga sollte es reichen, um unbeschadet bei noch zwei Liga-Spielen in Bremen und Essen ins neue Jahr zu kommen. Und dann sollten die Karten vor allem mit den Rückkehrerinnen für die Offensive, Ewa Pajor und Alexandra Popp, besser stehen.

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Denn einerseits stellten die Wolfsburgerinnen mit Joelle Wedemeyer, Lena Oberdorf und der vom Elfmeterpunkt erneut treffsicheren Lena Goeßling wieder drei verschiedene Torschützinnen. Aber: Alle drei sind eigentlich eher defensiv unterwegs. Ihre Tore schossen sie entweder aus der Distanz oder eben per Strafstoß. Im Angriff hapert es, Karina Saevik und auch Shanice van de Sanden scheinen nach ihren kurzfristigen Wechseln zum VfL noch Eingewöhnungszeit zu benötigen. Und ohne die abgewanderte Pernille Harder oder Popp und Pajor hakt es noch vorn sehr: Die letzten Pässe in den Strafraum sind häufig zu ungenau, und vielleicht fehlt aktuell auch eine Stürmerin, die aus keiner Chance mal ein Tor macht.

Lerch zeigt sich zufrieden: „Gute Antwort“

Coach Stephan Lerch übte dennoch nicht allzu viel Kritik, sagte stattdessen: „Wir sind glücklich und zufrieden, dass wir nach der Niederlage in München gegen einen starken Gegner gewonnen haben. Es war eine gute Antwort auf letzte Woche.“ Die Aggressivität und das frühe Stören haben ihm gut gefallen. Zurecht, denn zu hundertprozentigen Chancen kam Frankfurt trotz großen Potenzials nicht. „Wir wollten eine Reaktion zeigen, und ich finde, das hat die Mannschaft gut umgesetzt, wir waren griffig und aggressiv“, sagte Wolfsburgs Coach.

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Den schönsten Satz des Abends sagte aber Wedemeyer, die mit ihrem herrlichen Tor in der 9. Minute früh den Grundstein für den Sieg sorgte. Über ihren Treffer sagte sie: „Er war so gewollt und sollte rechts oben rein. Dass er direkt in den Winkel ging, war traumhaft.“ Und mit einem Augenzwinkern befand sie: „Das war mein schönstes Tor in der Bundesliga.“ In ihrem 50. war es das zweite...

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