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Zeitumstellung: Wann beginnt die Winterzeit im Oktober 2022?

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Wissenswertes zur Zeitumstellung

Wissenswertes zur Zeitumstellung

Am Sonntag, den 27. März, werden die Uhren wieder eine Stunde vorgestellt. Das bedeutet eine Stunde weniger schlaf – viele haben genug von der Zeitumstellung.

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Berlin  Im Frühjahr und im Herbst wird die Uhr umgestellt. Wann beginnt in diesem Jahr die Winterzeit? Muss man die Uhr vor oder zurück drehen?

  • Schon bald erfolgt die Zeitumstellung auf Winterzeit
  • Jahr für Jahr verwirrt sie viele Menschen: Wird die Uhr vor- oder zurückgestellt?
  • Und warum gibt es die Zeitumstellung überhaupt? Hier gibt es alle wichtigen Fragen und Antworten

Durch die Zeit reisen: Was meist nur in Science-Fiction-Filmen möglich ist, wird zweimal im Jahr ganz real – zumindest fast. Denn zweimal im Jahr wird in Deutschland die Zeit umgestellt. Der nächste Wechsel erfolgt Ende Oktober. Dann endet die Sommerzeit und die Winterzeit beginnt. Doch wann passiert das genau? Und muss die Uhr vor- oder zurückgedreht werden? Die wichtigsten Infos zur Zeitumstellung.

Sommerzeit: Werden Uhren vor- oder zurückgestellt?

Die Umstellung auf die Winterzeit – wie die Normalzeit landläufig auch genannt wird – findet jedes Jahr am letzten Sonntag im Oktober statt. Im Jahr 2022 ist das der 30. Oktober. In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren um 3.00 Uhr auf 2.00 Uhr zurückgestellt.

Die Umstellung auf die Sommerzeit fand 2022 wie jedes Jahr bereits am letzten Wochenende im März statt. 2022 war das am 27. März. In der Nacht werden die Uhren um 2.00 Uhr eine Stunde vorgestellt. Das bedeutet: Die Nacht ist um eine Stunde kürzer, morgens wird es später hell und abends wiederum später dunkel.

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Zeitumstellung: Seit jeher ein Streitthema

Das Thema Zeitumstellung bleibt Streitthema und ist emotional aufgeladen:

  • Laut einer repräsentativen Umfrage der Krankenkasse DAK hat ein Drittel der Deutschen nach der Zeitumstellung mit körperlichen oder psychischen Problemen zu kämpfen.
  • 76 Prozent der Befragten gaben an, sich schlapp und müde zu fühlen.
  • 59 Prozent klagten über Einschlafprobleme und Schlafstörungen.
  • Jeder Zehnte leidet nach der Zeitumstellung sogar unter depressiven Verstimmungen.

Verschiedene Forscher plädieren für eine Abschaffung der Zeitumstellung, weil sie den menschlichen Bio-Rhythmus störe. Auch in Umfragen kommt das Uhrendrehen regelmäßig eher schlecht weg.

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Zeitumstellung – die wichtigsten Fakten:

  • Zweimal im Jahr werden die Uhren umgestellt: einmal im Frühjahr und einmal im Herbst
  • Am 27. März 2022 wurde die Uhr um 2 Uhr nachts auf 3 Uhr vorgestellt, damit begann die Sommerzeit
  • Am 30. Oktober 2022 wird die Uhr um 3 Uhr nachts auf 2 Uhr zurückgestellt, dann beginnt die Winterzeit

Zeitumstellung im Oktober 2022: Wie stelle ich meine Uhr um?

In den meisten Fällen kommt man sowohl bei digitalen als auch bei analogen Uhren nicht darum herum, per Knopfdruck oder durch Drehen am entsprechenden Rädchen die neue Uhrzeit manuell einzustellen. Am einfachsten macht es sich, wer eine Funkuhr hat: Derjenige muss am 30. Oktober nichts tun, die Uhr stellt sich von alleine um. Die Zeit von Funkuhren richtet sich nach den Daten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig.

Zeitumstellung: Stellt sich die Zeit am Handy automatisch um?

In Braunschweig sind vier Atomuhren im Einsatz. Die Caesium-Uhr CS2 liefert seit 1991 die Zeit, die an Funkuhren übermittelt wird. Auch die meisten Handys wie etwa das iPhone müssen nicht auf die Sommerzeit eingestellt werden: Sie holen sich die aktuelle Uhrzeit aus dem Funknetz. Lesen Sie dazu: Stellt sich mein Smartphone automatisch auf Winterzeit um?

Wann wurde die Zeitumstellung eingeführt?

Die Zeitumstellung auf Sommerzeit in der EU (damals EWG) wurde im Jahr 1976 eingeführt, weil durch die Einführung der Sommerzeit Energie gespart werden sollte. Das Argument: Weil es abends länger hell blieb, musste nicht so viel Energie für elektrisches Licht oder andere Hilfsmittel aufgewendet werden.

Frankreich hatte bereits nach der Ölkrise 1973 die jährliche Umstellung auf Sommerzeit eingeführt – alle anderen Mitglieder der damaligen EG (Europäische Gemeinschaft) hatten sich später angeschlossen. Bis 1981 haben alle Mitgliedsstaaten die Umstellung praktiziert. Ob tatsächlich Energie gespart wurde, ist umstritten.

Das Umweltbundesamt ist sich sogar sicher: Die Zeitumstellung spart keine Energie. "Zwar wird durch die Zeitumstellung im Sommer tatsächlich abends weniger häufig das Licht angeknipst – im Frühjahr und Herbst jedoch wird in den Morgenstunden auch mehr geheizt. Das hebt sich gegenseitig auf", heißt es.

Was ist die "richtige" Zeit? Sommerzeit oder "Winterzeit"?

Bevor die Zeitumstellung wie wir sie kennen eingeführt wurde, liefen Uhren in Deutschland so, wie sie es heute bei uns im Winter tun. Eine "Winterzeit" gibt es also eigentlich nicht – sie ist die "Normalzeit".

In den 1970er Jahren wurde in Deutschland erstmals auf Sommerzeit umgestellt. Umstritten ist allerdings, ob nach einer Abschaffung der Zeitumstellung die Sommer- oder wieder die frühere Normalzeit zur Standardzeit werden soll.

Neben Sommerzeit und Normalzeit gibt es aber auch noch die koordinierte Weltzeit UTC (französisch: Temps universel coordonné). Die deutsche bzw. mitteleuropäische Zeit, die bei uns im Winter gilt, entspricht der Angabe UTC+1.

Wann gab es die erste Zeitumstellung?

Schon der US-amerikanische Wissenschaftler und Politiker Benjamin Franklin hatte 1784 eine Zeitumstellung zur Diskussion gestellt. Auch ihm ging es um Einsparungen beim elektrischen Licht. Die erste Umstellung auf Sommerzeit in den USA gab es im Jahr 1918, die Zeitumstellung in ihrer jetzigen Form gibt es in Deutschland seit 1981.

Seitdem wird am letzten Sonntag im März auf Sommerzeit umgestellt – und am letzten Sonntag im Oktober wieder zurück. Im Jahr 1980 gab es eine einmalige Umstellung auf Sommerzeit am 6. April.

Welche Länder haben die Zeitumstellung bereits abgeschafft?

In der EU dauert der Streit um das Ende der Zeitumstellung an. Ein Blick auf andere Länder zeigt: Viele sind den Schritt gegangen. Lesen Sie dazu: Diese Länder haben die Zeitumstellung bereits abgeschafft

Zeitumstellung: Sollte das nicht abgeschafft werden?

Die Zeitumstellung sollte in der Europäischen Union längst abgeschafft werden. Millionen Menschen aus 28 EU-Ländern stimmten im Sommer 2018 ab – und 80 Prozent von ihnen votierten gegen das Uhrendrehen. Allerdings war die Befragung nicht repräsentativ, besonders viele Menschen aus Deutschland hatten abgestimmt. Die Umfrage kann also nicht als "Nein" der EU-Bevölkerung zur Zeitumstellung angesehen werden.d

Ist die Zeitumstellung schlecht für Tiere?

Nicht nur Menschen beeinflusst die Zeitumstellung: Auch Wildtiere wie Hirsche und Rehe orientieren sich an ihrem eigenen natürlichen Rhythmus und sind weiterhin hauptsächlich in der Dämmerung unterwegs, teilt der Deutsche Jagdverband (DJV) mit. Auch der ADAC warnt vor der erhöhten Gefahr durch Wild auf den Straßen.

Die Dämmerung fällt nun für mehrere Wochen mit dem Berufsverkehr am Abend zusammen. Dadurch steigt die Gefahr von Wildunfällen. Vor allem morgens und abends seien die Tiere unterwegs. Schwerpunkte: Landstraßen, Feld- und Waldgebiete. Hier sollten Autofahrer gerade in der Dämmerung besonders aufpassen und langsamer werden.

Befänden sich Tiere auf der Straße, solle versucht werden, diese durch Hupen zu vertreiben, rät der ADAC. Das Aufblenden mit dem Fernlicht bewirke jedoch das Gegenteil. Sei ein Zusammenstoß unvermeidlich, sollen Autofahrer auf keinen Fall versuchen, auszuweichen, da dies die Unfallgefahr weiter erhöhe. Nach einem Wildunfall müsse die Straße abgesichert und die Polizei oder der Jagdpächter informiert werden.

Auch Haustiere haben mit der Zeitumstellung zu kämpfen. Gerade Hunde und Katzen sind Gewohnheitstiere und deshalb kann ihr Rhythmus durch die Zeitumstellung schnell durcheinander geraten. Gibt es nach der Zeitumstellung plötzlich eine Stunde später Fressen, dann kann es schnell ungemütlich werden.

"Daher empfehlen wir eine gemächliche Umstellung auf den neuen Rhythmus", rät Daniela Schneider, Heimtierexpertin der Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Am besten fangen Besitzer schon einige Tage vor der eigentlichen Zeitumstellung damit an, die Abläufe für ihr Haustier täglich um 10 bis 15 Minuten zu verschieben.

Pille bei der Zeitumstellung – was müssen Frauen beachten?

Viele Frauen nehmen die Pille immer zur selben Uhrzeit. Müssen sie nun den Zeitpunkt verändern? Nur bedingt: Bei gestagenhaltigen Minipillen ist der Zeitpunkt sehr wichtig. Aber auch hier können sich Frauen ein wenig Abweichung erlauben. Mehr als 90 Minuten sollten es aber nicht sein. Generell dürften Frauen bei der gewählten Uhrzeit bleiben, nach wenigen Tagen hat der Körper das wieder ausgeglichen.

Zeitumstellung: Was sind gute Eselsbrücken?

Es gibt zahlreiche Eselsbrücken, die einem helfen, die Uhr richtig umzustellen. Eine der bekanntesten ist der Vergleich zu Gartenmöbeln. Im Winter stellt man diese zurück ins Haus oder den Keller – zurück wie die Uhr. Im Sommer werden die Möbel dann wieder vor das Haus gestellt – so wie auch die Uhr vorgestellt wird. (fmg/bef)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de

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