Stiftung Warentest: Diese Tools machen jedes Passwort sicher

Berlin.  Welche Passwortmanager sind sicher? Stiftung Warentest hat 14 Lösungen verglichen – das sind die besten Tools für sichere Passwörter.

Stiftung Warentest hat 14 Passwortmanager getestet.

Stiftung Warentest hat 14 Passwortmanager getestet.

Foto: Robert Günther / dpa-tmn

Passwortmanager helfen dabei, den Überblick im Passwort-Dschungel zu behalten. Die Stiftung Warentest hat sich 14 Lösungen angesehen und geurteilt: Schon kostenlose Helfer sind gut. Gegen Geld gibt es aber noch bessere für sichere Passwörter.

Drei Passwortmanager erhielten die Note „gut“, sechsmal gab es ein „befriedigend“ und zweimal das Urteil „ausreichend“, berichtet die Stiftung in ihrer Zeitschrift „test“ (Ausgabe 2/2020).

Passwortmanager: Das besten 3 bei Stiftung Warentest

Den Testsieger „Keeper Security“ (rund 30 Euro pro Jahr) und das zweitplatzierte „1Password“ (circa 38 Euro pro Jahr) gibt es auch kostenlos, allerdings mit eingeschränkten Funktionen. Auf den dritten Platz gelangte die „test“ zufolge datensparsame und vor allem kostenlose Software „KeePass“.

Ihre Nutzung setzt allerdings etwas Technikwissen voraus. Am einfachsten zu handhaben ist nach Einschätzung der Warentester „Dashlane“ (40 Euro pro Jahr). Auch das kostenlose „Bitwarden“ erhielt eine Empfehlung. Beide Programme seien „befriedigend“.

Passwort vergessen – nicht alle Tools retten den Nutzer

Der Vorteil eines soliden Passwortmanagers: Er hilft beim Erstellen, Speichern und Verwalten komplexer und guter Passwörter. Bei immer mehr Online-Konten kann man sich schließlich kaum jedes einzelne Passwort merken. Über die Zwischenablage oder Browser-Erweiterungen werden die Anmeldedaten dann immer beim jeweiligen Dienst eingegeben.

Die Passwortmanager bringen also mehr Sicherheit und weniger Stress – aber auch ein Risiko. Vergisst man sein Master-Passwort, mit dem die gesammelten Passwörtern gesichert sind, verliert man unter Umständen den Zugang zu seinem digitalen Leben.

Nur sechs der Tools bieten die Möglichkeit, den Zugriff bei vergessenem Masterpasswort wiederzuerlangen. Es sollte daher gut überlegt sein. Und da die Software alle wichtigen Anmeldedaten kennt, sollte sie lieber nur auf persönlichen Geräten genutzt werden.

Chrome, Firefox und Safari: Passwortmanager der Browser haben einen Nachteil

Die Tester untersuchten neben den Softwarepaketen auch die Passwortlösungen der Browser Firefox, Safari und Chrome. Alle drei bieten die Speicherung und Verwaltung von Zugangsdaten an. Apples Safari nutzt dafür etwa den iCloud-Schlüsselbund und kann damit auf allen Geräten mit aktivem Nutzerkonto Zugangsdaten bereitstellen.

Chrome verwendet das Google-Konto. Firefox nutzt den Firefox Account mit dem Synchronisierungsdienst Sync oder das Programm Lockwise. Aus Testersicht erfüllen die Passwortmanager im Browser zwar ihren Zweck, haben aber einen Nachteil: Man bindet sich weitgehend an den Browser, in dem die Passwörter hinterlegt sind. Eine Note erhielten die Browser-Lösungen nicht. Die Passwortfunktionen ließen sich dafür nicht sauber genug vom Rest des Browsers trennen.

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