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Gefahr im Frühling: Was es mit den Eisheiligen auf sich hat

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Eisheilige: Das müssen Gärtner beachten

Eisheilige- Das müssen Gärtner beachten

Mitte Mai wird es oft nochmal richtig frostig. Die Eisheiligen sind eine Gefahr für Pflanzen. Im Video gibt es Tipps, damit die Aussaat gelingt.

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Berlin.  "Orientiert euch an den Eisheiligen" – diese alte Bauernregel gilt auch heute noch. Doch was genau bedeuten eigentlich die Eisheiligen?

  • Am 11. Mai 2022 beginnen die diesjährigen "Eisheiligen"
  • Verschiedene Bauernregeln mit Bezug zu den Eisheiligen gelten als wichtige Tipps zur Saat im Frühling
  • Was Hobby-Gärtner wissen sollten, zeigt unsere Übersicht

Die sogenannten Eisheiligen sind Gedenktage von Heiligen im Monat Mai, an denen traditionell die letzten Frostnächte im Frühling erwartet werden. Oft fallen nachts die Temperaturen während diesen Tagen doch noch einmal in den Minusbereich. Das schadet vielen Pflanzen auf dem Balkon, der Terrasse und im Garten. Man spricht hier von Spätfrösten – oder auch Frühlingsfrösten.

So beschreibt der Deutsche Wetterdienst (DWD) jenen Frost, der nach Beginn der Vegetationsperiode auftritt. Dieses späte Auftreten macht ihn so gefährlich: Denn die Pflanzen im Garten treiben nun schon von der Frühlingssonne angeregt aus, manche blühen sogar bereits. Daher können Spätfröste laut DWD insbesondere im Obst-, Gemüse- und Weinbau Schäden verursachen.

Eisheilige bringen Frühlingsfröste: Was tun im Garten?

Für Hobbygärtner heißt das: Frostempfindliche Pflanzen, gerade viele Gemüsesorten, werden am besten erst nach der möglichen Spätfrostphase in den Gartenboden gesetzt. Und kälteempfindliche Topfpflanzen, die über Winter im Haus eingelagert waren, werden nur dann schon ins Freie getragen, wenn es warm genug ist.

Das heißt: Die Temperaturen sollten dauerhaft über zehn Grad liegen. Und wenn dann doch noch mal wieder eine frostige Nacht droht, sollte das Grün wieder ins Haus geholt oder mit einem Vlies über Nacht warm eingepackt werden.

Tipps für den Garten

Wann sind die Eisheiligen?

Die sogenannten Eisheiligen markieren traditionell das Ende der Spätfrost-Gefahr in Deutschland. Sie sind die Gedenktage zu Ehren einiger Heiliger im Mai, nach denen statistisch betrachtet Minusgrade kaum noch vorkommen.

  • In Norddeutschland gelten Mamertus, Pankratius und Servatius (11. bis 13. Mai) als Eisheilige.
  • Im Süden und Südosten des Landes werden neben Pankratius und Servatius auch Bonifatius (14. Mai) und die "Kalte Sofia" (15. Mai) dazu gezählt.

Um sie herum wurden in der Vergangenheit zahlreiche Bauernregeln überliefert, die die Gartenregel festhalten: "Pflanze nie vor der kalten Sophie" oder "Pankraz und Servaz sind zwei böse Brüder, was der Frühling gebracht, zerstören sie wieder". Und besonders schön: "Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost".

Spätestens nach den Eisheiligen können die kleinen, auf der Fensterbank vorgezogenen Gemüse- und Blühpflanzen ins Beet und in den Balkonkasten kommen. Außerdem können zum Beispiel Gurken und anderes Gemüse direkt ins Beet gesät werden. Alle gekauften, nicht winterharten Kräuter sowie Dahlienknollen und weitere Blühpflanzen werden ausgepflanzt. Und Kübelpflanzen kommen nun endgültig aus dem Winterlager ins Freie.

Eisheilige 2022: So ist die Wettervorhersage

Wie genau das Wetter in Deutschland sich während der Einheiligen 2022 entwickelt, kann noch nicht genau vorhergesagt werden. Zu Beginn des Monats soll das Wetter laut aktuellen Prognosen eher unbeständig bleiben, immer wieder sind Schauer oder Gewitter möglich. In der zweiten Maihälfte könnte es dann tendenziell wärmer und beständiger werden. Bis genaue Prognosen möglich sind, dauert es allerdings noch etwas.

Eisheilige vorbei – wann kommt die Schafskälte 2022?

Es zeigt sich immer wieder: Die Gedenktage sind nur eine grobe Orientierungshilfe. Nicht jedes Jahr bringt noch Spätfröste bis Mitte Mai – in den vergangenen Jahren blieben sie oft ganz aus. Zudem gibt es heute wissenschaftlich ausgeklügelte Wettervorhersagen, auf die sich Gartenbesitzer besser verlassen können. 2020 machten die Eisheiligen allerdings ihrem Namen alle Ehre.

Wer glaubt, dass mit den Eisheiligen der vorerst letzte ungemütliche Kälteeinbruch überstanden ist, hat seine Rechnung aber ohne die sogenannte Schafskälte gemacht. Mitte Juni kommt es in Mitteleuropa in der Regel zu einem kurzen Kälterückfall, der durch Polarluft ausgelöst wird, wie der DWD schreibt. Der Zeitraum für die Schafskälte ist meistens um den 11. Juni herum am wahrscheinlichsten.

(dpa/phb/raer)

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