VW-Zulieferer sehen durch Zukunftspakt bessere Planungsbasis

Hannover  Niedersachsens Metallarbeitgeber werten die jüngsten VW-Beschlüsse positiv. Sie lieferten eine bessere Planungsgrundlage.

Bosch ist nur einer von vielen VW-Zulieferern.

Bosch ist nur einer von vielen VW-Zulieferern.

Foto: Franziksa Kraufmann/dpa

Das betonte Volker Schmidt, der Hauptgeschäftsführer NiedersachsenMetall. „Volkswagen stellt sich nun offensiv den immensen Herausforderungen“, meinte er mit Blick auf den am Vortag präsentierten Zukunftspakt. Der soll vor allem die Kernmarke sanieren helfen. In Niedersachsen sind über 110.000 Menschen bei Volkswagen beschäftigt, nochmal soviele sind es in den Zulieferunternehmen.

Schmidt: „Diese wiederum sind auf Planungssicherheit angewiesen; es ist daher gut, dass nun ein Plan vorliegt, der den Weg in diese Zukunft skizziert.“ Die Unternehmen wünschten sich dringend einen partnerschaftlichen Austausch auf Augenhöhe. Zulieferer seien angesichts der großen aktuellen Herausforderungen Partner bei deren Bewältigung. Am Vortag hatte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) ein baldiges Treffen mit Branchenvertretern angekündigt, um sich über die Auswirkungen des Zukunftspaktes und der Zukunftsstrategie mit den Unternehmen auszutauschen.

Mit dem Zukunftspakt wollen Betriebsrat und Unternehmen nötige Reformen bei der gewinnschwachen Kernmarke VW-Pkw mit Absicherungen für die Belegschaft vereinen. Dabei will Volkswagen allein in Deutschland bis 2025 bis zu 23.000 Stellen streichen. Der Abbau soll sozialverträglich erfolgen. Zugleich einigte man sich auf hohe Investitionen. So sollen 9000 neue Stellen geschaffen werden, so dass in Summe 14.000 Stellen wegfallen. Der gesamte Konzern beschäftigt mehr als 624.000 Menschen, 282 000 davon in Deutschland.

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