Auto-Experte: Aufarbeitung muss zügig vorangehen

Braunschweig.  Die Branche brauche alle Kraft für die Wende zur Elektromobilität.

Die Marke VW investiert bis 2023 rund 9 Milliarden Euro in die Elektromobilität.

Die Marke VW investiert bis 2023 rund 9 Milliarden Euro in die Elektromobilität.

Foto: Andreas Arnold / dpa

Die Mühlen des Gesetzes mahlen langsam, aber gründlich, sagt Auto-Experte Stefan Bratzel. Die Anklage der Staatsanwaltschaft Braunschweig zeige, dass die Branche mit Gesetzesbruch nicht „durchkomme“ . Das Thema Compliance werde immer bedeutender.

Dennoch sei es wichtig, dass die Aufarbeitung des Skandals zügig vorangehe, denn jede weitere Schlagzeile schade der gesamten deutschen Autoindustrie. „Medial wird das eine wichtige Rolle spielen“, so der Leiter des Auto-Instituts in Bergisch-Gladbach.

Die Branche brauche jedoch mehr denn je positive Rahmenbedingungen, um die Transformation zur E-Mobilität zu meistern. Ein gesellschaftlich schlechtes Klima, eine Wut auf die Autobauer, helfe da nicht. „Auch wenn betrogen wurde, steht die Autoindustrie für einen großen Teil des Wohlstands und der Arbeitsplätze“, sagt Bratzel.

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