Fed senkt US-Leitzins – erstmals seit der Finanzkrise 2008

Washington.  Erstmals seit über zehn Jahren senkt die US-Notenbank wieder die Zinsen – allerdings wenig überraschend. Das liegt auch an Trump.

US-Notenbankchef Jerome Powell.

US-Notenbankchef Jerome Powell.

Foto: Susan Walsh / dpa

Erstmals seit der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren sinkt der Leitzins in den USA wieder. Die Notenbank Fed kappte ihn am Mittwoch um einen Viertelpunkt auf die neue Spanne von 2,0 bis 2,25 Prozent.

Die Währungshüter reagieren damit auf den von US-Präsident Donald Trump angezettelten Handelskonflikt, der zusehends auf die globale Konjunktur und auch die heimische Wirtschaft durchschlägt.

Händler gehen von weiterer Zinssenkung aus

Es ist die erste Zinssenkung seit Dezember 2008. Angesichts der Abkühlung der Weltwirtschaft und schwelender Handelskonflikte hatte sich der Schritt abgezeichnet. Im vergangenen Jahr hatte die Fed noch vier Mal die Zinsen angehoben.

Trump setzt die politisch unabhängige Fed seit langem unter Druck, die Zügel zu lockern – zuletzt kurz vor der Fed-Sitzung mit der Forderung nach einer massiven Senkung.

Händler gehen davon aus, dass die Fed mit großer Wahrscheinlichkeit im September mit den Zinsen weiter nach unten gehen wird. (dpa/rtr)

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