Coronavirus-Krise: WhatsApp bremst Teilen von Nachrichten

Berlin.  Der Dienst WhatsApp will in der Corona-Krise die Verbreitung von Nachrichten bremsen. Was das für Sie und Ihre Chat-Gruppen bedeutet.

Fake News: So erkennen Sie Coronavirus-Lügen

Falschnachrichten kursieren immer wieder. Oft stecken sogar böse Absichten dahinter. Wir zeigen im Video zehn Tipps, wie Sie Fake News auf WhatsApp oder in sozialen Medien wie Facebook aus dem Weg gehen.

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  • WhatsApp will Falschnachrichten in Zeiten der Coronavirus-Pandemie bekämpfen
  • Deshalb ändert der zu Facebook gehörende Konzern seine Weiterleitungsregeln
  • WhatsApp versucht schon seit Längerem, die Weiterverteilung von Nachrichten generell schwieriger zu machen

In der Coronavirus-Krise macht der Messenger-Dienst WhatsApp es seinen Nutzern ab sofort schwieriger, Nachrichten an Freunde weiterzuleiten. So will das Unternehmen, das zu Facebook gehört, die Verbreitung von falschen Informationen über die Coronavirus-Pandemie bremsen.

So sieht die Änderung aus: WhatsApp-Nachrichten, die bereits häufig verteilt wurden, können nur noch einzeln an einen Chat weitergeschickt werden, wie der zu Facebook gehörende Dienst am Dienstag auf seinem Blog mitteilte. Bisher war das in bis zu fünf Chats gleichzeitig möglich.

In der Coronavirus-Krise wurde von WhatsApp-Nutzern unter anderem die falsche Behauptung über einen Zusammenhang mit dem 5G-Datenfunk verbreitet. Auch ein Schlagersänger aus Bergamo, einer von der Sars-CoV-2-Pandemie stark betroffenen Krisenregion, wurde in einem viralen Whatsapp-Kettenbrief zum Gegenstand von Falschinformationen.

Coronavirus-Krise: WhatsApp will gegen Fake News angehen

Die Verbreitung von Falschinformationen ist für WhatsApp seit Jahren eine Herausforderung: Denn dort haben die verschickten Nachrichten eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Somit ist ihr Inhalt nur für die Nutzer im Klartext sichtbar, aber nicht für WhatsApp selbst. Das Unternehmen hat es daher besonders schwer, gegen die Verbreitung von Falschinformationen oder Hassrede vorzugehen.

WhatsApp versucht daher schon seit Längerem, die Weiterverteilung von Nachrichten generell schwieriger zu machen. So werden bereits seit dem vergangenen Jahr häufig weitergeleitete Nachrichten markiert, und damals war auch die Beschränkung auf fünf Chats gleichzeitig beim Weiterschicken eingeführt worden.

(dpa/phb)

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