Corona-Krise: Urlaub im Hotel – was demnächst möglich ist

Berlin.  Trotz Corona-Krise – Urlaub ist wieder möglich. Die meisten Deutschen buchen Hotels. Wir erklären, welche Regeln dort jetzt gelten.

Hier können Sie im Sommer Urlaub machen

Reisen ins Ausland bleiben schwierig, aber die Bundesländer öffnen sich wieder langsam für Touristen. Viele beliebte Urlaubsorte sind bald wieder zugänglich.

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Die Chance auf Urlaub in der Corona-Krise ist seit Mittwoch deutlich gestiegen: Bund und Länder haben weitere Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Die Mehrzahl der Deutschen bucht klassischen Hotelurlaub. Im vergangenen Jahr gab es mehr als 200 Millionen Übernachtungen in den Hotels in Deutschland. Welche Regeln gelten jetzt für diese Unterkünfte? Ein Überblick:

Corona: Urlaub im Hotel – ist das überhaupt möglich?

Ja, Bund und Länder hatten sich am Mittwoch darauf geeinigt, dass die Bundesländer in eigener Verantwortung eine schrittweise Öffnung von Hotels und Gaststätten zulassen können. Dabei müssen allerdings Auflagen mit Blick auf Sicherheit und Hygiene beachtet werden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Ab wann dürfen Hotels wieder Touristen empfangen?

Die Wirtschaftsminister der Bundesländer haben sich auf einen Zeitraum vom 9. bis zum 22. Mai für den Beginn einer bundesweiten kontrollierten Öffnung des Gastgewerbes verständigt. Den Auftakt machen die Restaurants, Hotels folgen zumeist etwas später.

Thüringen und Sachsen sind besonders früh dran: Dort öffnen Hotels bereits am 15. Mai. In Schleswig-Holstein dürfen Hotels ab dem 18. Mai wieder Gäste empfangen. In Niedersachsen ist der Stichtag der 25. Mai, gleiches gilt für Berlin und Brandenburg. Am 25. Mai wird auch in Mecklenburg-Vorpommern das Einreiseverbot für Menschen aus anderen Bundesländern aufgehoben. In Bayern öffnen Hotels ab dem 30. Mai. Baden-Württemberg will sich an Bayern anlehnen, hat aber bisher ebenso wie Hamburg keinen konkreten Termin genannt.

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Darf dann wirklich jeder ab Ende Mai und im Juni verreisen?

Nein. Jeder, der Urlaub machen will, muss zunächst eine bestätigte Buchung vorweisen können. Aber selbst dann ist nicht garantiert, dass er anreisen kann. Denn: Viele Häuser sind über Pfingsten ausgebucht. Für die erste Phase der Hotelöffnungen gilt aber eine Auslastungsgrenze – die liegt bei 60 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und bei 50 Prozent in Niedersachsen.

Kann es sein, dass mein Hotel meine Buchung storniert?

Ja, wenn die Maximalauslastung bei 50 oder 60 Prozent liegt, werden ausgebuchte Hotels stornieren müssen. In vielen Fällen wird die Hälfte der Gäste nicht anreisen können – trotz bestätigter Buchung. Die Landesregierungen erarbeiten aktuell eine entsprechende Verordnung, auf deren Grundlage entschieden werden soll.

Nach welchen Kriterien könnte storniert werden?

Das ist noch nicht abschließend entschieden. Zwei Entscheidungskriterien wären denkbar: der Zeitpunkt der Buchung durch den Gast und die Wirtschaftlichkeit für die Betreiber. Beim Zeitpunkt der Buchung könnte gelten: „Wer zuerst kommt, malt zuerst...“ Soll heißen: Gäste, die früh gebucht haben, haben die besten Chancen, einchecken zu dürfen.

Das Wirtschaftlichkeitsprinzip könnte vor allem in Niedersachsen wichtiger werden, weil dort eine Wiederbelegungsfrist von sieben Tagen gilt. Ein Zimmer kann also nach der Abreise von Gästen erst nach einer Woche neu vergeben werden. Das könnte bedeuten: Gäste, die einen längeren Aufenthalt gebucht haben, werden bevorzugt, andere storniert.

Wann dürfen Hotels wieder uneingeschränkt öffnen?

Die Landesregierungen wollen die Corona-Lage alle zwei Wochen neu bewerten. Allerdings rechnen Touristikexperten selbst bei positiver Entwicklung damit, dass die Belegungsgrenzen mindestens vier Wochen lang aufrecht erhalten werden. Ob die Hotels in den Sommerferien wieder normal öffnen dürfen, hängt von der Entwicklung der Infektionszahlen ab.

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Welche Einschränkungen gelten in den Hotels?

Ähnliche wie in der Gastronomie oder beim Einkaufen und im Nahverkehr: Beim Einchecken sollen Hotelgäste einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Auch sonst werden strenge Hygieneregeln gelten: Wellnessbereiche, Saunen und Schwimmbäder bleiben bis auf weiteres geschlossen.

In den Hotel-Restaurants müssen Tische im Abstand von wenigstens 1,5 Metern stehen. Wegen der Kontaktbeschränkungen dürfen maximal sechs Personen an einem Tisch sitzen. Es gibt keine Buffets, sondern À-la-carte-Angebote. Für Frühstück und Abendessen kann ein Schichtsystem eingeführt werden, um die Anzahl der Gäste zu begrenzen.

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