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Juristin Antonia Sommerfeld für ihre Arbeit über Rechtsflucht und die Hinterfragung der Notwendigkeit einer AGB-Reform mit Werner-von-Melle-Preis 2021 geehrt

Juristin Antonia Sommerfeld für ihre Arbeit über Rechtsflucht und die Hinterfragung der Notwendigkeit einer AGB-Reform mit Werner-von-Melle-Preis 2021 geehrt / Ekkehard Nümann, Präsident der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung, im Gespräch mit der neuen Werner-von-Melle-Preisträgerin Antonia Sommerfeld / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/138844 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

Juristin Antonia Sommerfeld für ihre Arbeit über Rechtsflucht und die Hinterfragung der Notwendigkeit einer AGB-Reform mit Werner-von-Melle-Preis 2021 geehrt / Ekkehard Nümann, Präsident der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung, im Gespräch mit der neuen Werner-von-Melle-Preisträgerin Antonia Sommerfeld / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/138844 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

Hamburg (ots) - Die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung verleiht heute in der Handelskammer Hamburg den Werner-von-Melle-Preis 2021 an Dr. Antonia Sommerfeld für ihre an der Universität Hamburg verfasste Dissertation "AGB-Reform und Rechtsflucht. Einfluss der Rechtsflucht von Unternehmen auf Reformüberlegungen bezüglich des AGB-Rechts in Handelsverträgen". Dr. Ekkehard Nümann, Präsident der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung, wird der Preisträgerin im Beisein der Senatorin für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke Katharina Fegebank die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung überreichen.

Die rechtspolitische und wissenschaftliche Debatte über die Kontrolle allgemeiner Geschäftsbedingungen (AGBs) im Unternehmensverkehr zielt auf gesetzgeberisches Handeln, um für Unternehmen Rechtssicherheit zu schaffen und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Rechts international zu stärken. Lässt sich das AGB-Recht so reformieren, dass Unternehmen in Handelsverträgen nicht in ausländische Rechtsordnungen flüchten? Ist eine gesetzgeberische Reform des AGB-Rechts wirklich erforderlich, und wie wirkt sie sich auf mittelständische bzw. auf Großunternehmen aus? Mit ihrer Arbeit zur Rechtsflucht greift Antonia Sommerfeld eine virulente rechtspolitische Debatte auf und analysiert die möglichen Auswirkungen einer Reform auf Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung.

Ekkehard Nümann: "Dr. Antonia Sommerfeld hat die Auszeichnung mit unserem Werner-von-Melle-Preis 2021 für ihre ebenso gründliche wie reflektierte Arbeit über das strittige Thema der Rechtsflucht deutscher Unternehmen hoch verdient. Sie wägt argumentationsstark ab, welche Vor- und Nachteile sich mit den einzelnen Regelungsoptionen verbinden. Außerdem analysiert sie rechtliche Handlungsbedarfe im unternehmerischen Geschäftsverkehr. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zu einer anhaltenden Reformdebatte. Diese Arbeit belegt die Bedeutung der rechtswissenschaftlichen Expertise über das enge juristische Feld hinaus - so wie unser Gründer Werner von Melle als Jurist und weit darüber hinaus wirkte."

Zur Preisträgerin

Antonia Sommerfeld (*1991 in Hamburg) studierte Rechtswissenschaft in Hamburg und Aix-en-Provence und arbeitete als Wissenschaftliche Assistentin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg. Ein Forschungsaufenthalt führte sie an die Universität Cambridge. Derzeit ist sie Referendarin am Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg. Ihre Dissertation ist unter dem Titel "AGB-Reform und Rechtsflucht. Bedeutung der Rechtsflucht für die AGB-Reformdebatte im unternehmerischen Rechtsverkehr" 2021 im Verlag Mohr Siebeck, Tübingen, in der Schriftenreihe "Studien zum ausländischen und internationalen Privatrecht" erschienen.

Antonia Sommerfeld: "Mich interessierte: Flüchten deutsche Unternehmen tatsächlich aufgrund des nationalen AGB-Rechts durch Rechtswahl in ihren Handelsverträgen in ausländische Rechtsordnungen? Wie liberal ist die Kontrolle von Haftungsausschlussklauseln in AGB in anderen Rechtsordnungen letztlich? Welchen Unternehmen würde eine 'liberalisierende' Reform nützen und welchen schaden - und welche Konsequenzen ergeben sich hieraus für die Ausgestaltung des deutschen AGB-Rechts? Meine Forschungen zeigen, dass es sinnvoll ist, zwischen verschiedenen unternehmerischen Verträgen zu differenzieren. Der Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen beträgt in Deutschland 99,4 Prozent. Wenn überhaupt, scheint also eine liberalere AGB-Kontrolle nur in internationalen Verträgen und Verträgen mit Großunternehmen zweckmäßig."

Die Preisträgerin steht für Interviews zur Verfügung.

Zum Namensgeber des Preises

Dr. Werner von Melle (1853-1937), Hamburger Senator der Oberschulbehörde und Erster Bürgermeister, setzte sich über Jahrzehnte maßgeblich für die 1919 erfolgte Gründung der Hamburgischen Universität ein. Auf den Juristen, Journalisten und Politiker geht außerdem die Idee zurück, eine Stiftung zur Förderung der Wissenschaften in Hamburg zu gründen.

Zur Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung

Seit 1907 engagiert sich die Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung für die Wissenschaften in Hamburg. Als unabhängige gemeinnützige Stiftung fördert sie deren Pflege und Verbreitung in der Hansestadt. Sie vergibt seit 2011 alle zwei Jahre den Werner-von-Melle-Preis an Wissenschaftler*innen, die an der Universität Hamburg eine hervorragende Dissertation zu einem gesellschaftlich bedeutsamen Thema verfasst haben. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Der Werner-von-Melle-Preis ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung mit der Edmund Siemers-Stiftung. Weitere Informationen unter: www.h-w-s.org

Pressekontakt:

Dr. Johannes Gerhardt Hamburgische Wissenschaftliche Stiftung 0151/40523883 info@h-w-s.org

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