Wolfenbüttel: Gottesdienst erinnert an Nazi-Hinrichtungsstätte

Wolfenbüttel.  Der Gedenkgottesdienst erinnert am Dienstag an die Opfer im NS-Strafgefängnis Wolfenbüttel. Dieser findet bereits zum 25. Mal statt.

Kerzen brennen zum Gedenken an die verstorbenen während des Gedenkgottesdienst für Unbekannte in der St.-Petri-Kirche in Braunschweig im vergangenen Jahr. (Archivbild)

Kerzen brennen zum Gedenken an die verstorbenen während des Gedenkgottesdienst für Unbekannte in der St.-Petri-Kirche in Braunschweig im vergangenen Jahr. (Archivbild)

Foto: Philipp Ziebart / Philipp Ziebart/BestPixels.de

Ein Gedenkgottesdienst in Wolfenbüttel erinnert am Dienstag an die Opfer im NS-Strafgefängnis Wolfenbüttel. An der Veranstaltung in der katholischen St.-Petrus-Kirche nehmen auch Angehörige ehemaliger Häftlinge teil, wie die Organisatoren mitteilten. Zu ihnen zählen die Kolpingfamilie Wolfenbüttel, die Pfarrei St. Petrus, die Wolfenbütteler Gruppe von Amnesty International und die Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel.

Gottesdienst steht unter dem Motto: „Gegen das Vergessen“

Ein Gottesdienst mit dem Titel „Gegen das Vergessen“ findet bereits zum 25. Mal statt. Zwischen Oktober 1937 und März 1945 wurden mehr als 700 Menschen von der NS-Justiz zum Tode verurteilt und mit der Guillotine oder dem Strang im Strafgefängnis Wolfenbüttel hingerichtet. Die Opfer waren unter anderem deutsche Zivilisten, die im Widerspruch zum Regime des Nationalsozialismus standen, Wehrmachtsangehörige, ausländische Zwangsarbeiter, Straf- und Kriegsgefangene, Männer und Frauen aus dem westeuropäischen Widerstand sowie Sinti, Roma und Juden. epd

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