Tobias Wagner aus Schöppenstedt spricht über Wörter in Podcast

Schöppenstedt.  Jeden Sonntag diskutiert der Comic-Zeichner mit der Radio-Journalistin Michelle Kradel über Begriffe abseits des normalen Wortschatzes.

Tobias Wagner aus Schöppenstedt und Michelle Kradel aus Groß Lafferde nehmen zusammen den Podcast "Word the Fuck" auf. 

Tobias Wagner aus Schöppenstedt und Michelle Kradel aus Groß Lafferde nehmen zusammen den Podcast "Word the Fuck" auf. 

Foto: www.tobi-wagner.de / Privat

Der Duden gibt an, dass es etwa 500.000 Wörter in der deutschen Sprache gibt. Ein paar von ihnen nimmt sich der Schöppenstedter Illustrator und Comiczeichner Tobias Wagner gemeinsam mit der Radio-Journalistin Michelle Kradel aus Groß Lafferde im neuen Podcast „Word the Fuck“ zur Brust. Wörter wie Alkohol-Amazone, Gemütlichkeit oder Petrichor – die beiden Freunde suchen sich Begriffe abseits des üblichen Wortschatzes aus und erzählen dazu eine persönliche Geschichte. Dabei nehmen sie aber auch kein Blatt vor den Mund.

„Der Vorteil ist, dass wir beide eine Affinität und eine gewissen Leidenschaft zur deutschen Sprache haben. Deswegen fällt uns das Gespräch darüber recht leicht. Wir sind aber auch oft verschiedener Meinung, was Begrifflichkeiten angeht. Dann entsteht auch schon einmal eine Diskussion“, sagt Wagner im Gespräch mit unserer Zeitung.

Jeden Sonntag eine neue Folge

Die Idee zu dem Podcast entstand relativ spontan. In einem Gespräch haben die beiden verschiede Wörter diskutiert. Dann kam Michelle Kradel auf die Idee, diesen Dialog mal aufzunehmen. „Wir haben dann gemerkt, dass das doch ganz gut klang und haben einen Podcast daraus gemacht“, sagt Wagner. Seit Juli nehmen die beiden wöchentlich eine rund 30-minütige Folge auf, die sie jeden Sonntag auf den gängigen Podcast-Plattformen veröffentlichen – 14 Folgen gibt es mittlerweile schon.

In der ersten Episode diskutieren Kradel und Wagner die Wörter Petrichor und Gemütlichkeit. Petrichor sei für Wagner bis zu dieser Folge kein Begriff gewesen, allerdings kenne er die Sache hinter dem Wort. „Das ist oftmals so, dass man den Begriff nicht kennt, aber dafür das eigentliche Geschehen oder den Sinn dahinter. Das macht es natürlich umso spannender darüber zu sprechen und sich darüber auszutauschen“, sagt der Comic-Zeichner. Als Petrichor wird der Geruch von Regen auf trockener Erde bezeichnet.

Warum der Titel „Word the Fuck“?

Der Titel des Podcasts „Word the Fuck“ sei ein Wortspiel und lehnt sich an das Englische „WTF“ – „Was zum Teufel“ an. Zum einen sei dieser Titel gewählt worden, weil manche Wörter einen Überraschungsmoment hervorrufen, zum anderen hatte es einen ganz pragmatischen Grund: „Wir haben zusammen überlegt, wie wir dieses Projekt nennen könnten. Letztendlich hatten wir beide ‘Word the Fuck’ aufgeschrieben. Damit war klar, wie der Podcast heißen wird“, so Wagner.

Durch das eigene Projekt habe der Schöppenstedter auch zu anderen Podcasts gefunden. „Noch Anfang des Jahres habe ich mich nur sehr selten damit auseinandergesetzt. Mittlerweile finde ich immer mehr gefallen daran. Wichtig ist mir nur, dass ich die Person kenne, die dort spricht.“

„Word The Fuck – zwischen Alkohol-Amazonen und Zwietracht“ gibt es auf allen bekannten Podcast-Plattformen.

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