Wolfenbütteler Kinder sehen, wie Tiere durch den Winter kommen

Wolfenbüttel.  Die Waldpädagogin Ute Kabbe gestaltete den Waldforum-Juniortag auf dem Löwe-Pfad und im Lechlumer Holz. Es wurde spannend für die Kinder.

Waldpädagogin Ute Kabbe zeigte am Löwe-Pfad den Mädchen und Jungen ein präpariertes Mauswiesel.

Waldpädagogin Ute Kabbe zeigte am Löwe-Pfad den Mädchen und Jungen ein präpariertes Mauswiesel.

Foto: Udo Starke

Ferienzeit heißt stets auch Waldforum-Juniortag. So trafen sich am Freitag wieder Mädchen und Jungen, um den Wald zu entdecken und zu erforschen.

Unter dem Motto „Marder, Dachs und Igelburg“ sammelten die Kinder unter der Leitung von Waldpädagogin Ute Kabbe viele neue sowie spannende und interessante Eindrücke, die der heimische Wald – in diesem Fall der Löwe-Pfad im Lechlumer Holz – zu bieten hat. Sie lernten, wie sich Tiere auf den Winter vorbereiten.

Angemeldet hatten sich 15 junge Forscher, aber nur eine recht kleine Gruppe ging auf Entdecker-Tour. Grund: Viele Teilnehmer saßen im Stau von Braunschweig nach Wolfenbüttel fest.

Speckschicht oder polstern?

Wie immer brachte Ute Kabbe den Teilnehmern spielerisch das Thema näher. „Viele Tiere fressen sich eine Speckschicht an, erweitern ihren Bau oder polstern ihn aus. Dazu zählen Dachs, Hamster oder Mäuse. Vorräte ,horten’ Hamster, Mäuse sowie Eichhörnchen. Und der stachelige kleine Igel sucht eine Unterkunft für den Winterschlaf“, erklärte Kabbe den aufmerksam zuhörenden Kids.

Ute Kabbe hatte auch erneut ein präpariertes Mauswiesel im Gepäck, das sie näher vorstellte. „Es ist sehr klein und wendig, kommt gut in Mauselöcher und andere unterirdische Wege. Es ist mit seinen scharfen Zähnen das kleinste Raubtier“, erläuterte sie den staunenden Kindern, die anschließend gemeinsam im Wald nach Mauselöchern suchen durften. Wer ein Loch im Boden erspähte, konnte die Stelle mit einem bunten Fähnchen markieren.

Eine Igelburg wird gebaut

An einer geeigneten Stelle bauten die Mädchen und Jungen dann selbst eine Igelburg aus Laub und Ästen. Zudem versteckten sie Nüsse, um später die Stelle wieder zu finden, um sie anschließend den Eichhörnchen zum Verspeisen hinzulegen. Natürlich war auch erneut ein Experiment dabei. In kleine Dosen füllte Kabbe heißes Wasser aus einer Thermoskanne und maß die Temperatur. Die Kinder mussten danach versuchen, die Dosen mit Naturutensilien „einzupacken“. Ziel der Aktion: Wer schafft es, die Dosen am wärmsten zu schützen. Das Ergebnis wurde erneut mit dem Thermometer belegt. Je wärmer das Wasser, desto besser war die Dose ummantelt worden.

Den Eltern gefiel die besondere Aktion an einem trüben Herbsttag. „Ich finde das klasse. Die Kinder sind an der frischen Luft und lernen etwas über den Wald und seine Tiere. Das ist das Beste, was einem in der Corona-Zeit passieren kann“, sagte Sonja Bagusat aus Braunschweig. Und Frank Fauth meinte kurz: „Der Wald bietet immer ein Erlebnis. Man sieht und lernt viel.“

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