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Brand im Landkreis Wolfenbüttel – Scheune brennt weiterhin

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In Hedeper ist am Sonntag eine Scheune mit 4000 Strohballen in Brand geraten.

In Hedeper ist am Sonntag eine Scheune mit 4000 Strohballen in Brand geraten.

Foto: Jörg Koglin

Hedeper.  In Hedeper ist am Sonntagmittag ein Scheunenbrand ausgebrochen. Etwa 4000 Rundballen Stroh standen in Flammen. Die Löscharbeiten dauern an.

Eine Scheune ist am Sonntagmittag in Hedeper in Brand geraten. Bei der Feuerwehr meldeten sich die ersten Anrufer am Sonntag um 12.35 Uhr, bei der Polizei einige Minuten später. Sie meldeten, dass im Ortsteil Bahnhof auf einem landwirtschaftlichen Betrieb ein Feuer ausgebrochen sei.

Die Scheune war bereits in Vollbrand, als die ersten Feuerwehren anrückten. Aufgrund der sich abzuzeichnenden größere Einsatzlage wurde die Alarmstufe auf Feuer 3 erhöht. Feuerwehren aus Hedeper/Wetzleben, Roklum, Semmenstedt, Timmern, Remlingen und Groß Denkte waren die ersten eingesetzten Wehren. Schon auf der Anfahrt war die weithin sichtbare Rauchsäule erkennbar, berichteten einige Einsatzkräfte.

Feuerwehr mit Drehleiter nachgefordert

Die 25 mal 75 Meter große Scheune wurde erst kürzlich befüllt. Etwa 4000 Strohrundballen stehen derzeit noch in Flammen. Um die Wasserversorgung zu sichern, wurde Wasser aus entfernten Teich gepumpt. Über eine Entfernung von etwa 800 Metern wurden drei Wasserversorgungsleitungen durch die Feldmark verlegt.

Scheunenbrand in Hedeper
Scheunenbrand in Hedeper

Ein vollständiges Ablöschen der brennenden Strohballen in der Scheune erscheint unmöglich. Die Stahldachkonstruktion verhindert laut Feuerwehrvertretern einen wirksamen Löschangriff. Ein Innenangriff ist aufgrund der enormen Hitze und der Einsturzgefahr derzeit nicht möglich. Im Verlauf der Brandbekämpfung wurde die Feuerwehr Schöppenstedt mit der Drehleiter nachgefordert, um das glühende Brandobjekt von oben abzukühlen.

Sobald ein gefahrloser Zugriff in die Halle möglich ist, ist mit Hilfe des Eigentümers geplant, dass Stroh auf seine Ackerflächen zu verteilen. Dort soll es, sofern möglich, untergepflügt werden. Wann dies möglich sein wird, ist aktuell noch unklar.

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Umliegende Scheunen und ein Wohnhaus werden geschützt

In unmittelbarer Nähe befinden sich zwei weitere Scheunen, sowie ein Wohnhaus. Die starke Strahlungshitze der brennenden Scheune bedrohte die umliegenden Objekte erheblich, heißt es weiter. Durch einen massiven Löscheinsatz gelang es den Einsatzkräften jedoch, ein Übergreifen der Flammen zu verhindern.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr mit etwa 120 Helfern ist weiterhin im Einsatz. Nach Angaben des Gemeindebrandmeisters Jan Fischer ist damit zu rechnen, dass die Löscharbeiten noch bis Anfang der Woche andauern. Für die Ablösung der Mannschaften werden weitere Wehren alarmiert.

Die Polizei sperrte die Bundesstraße 82 zwischen Hedeper und Semmenstedt und auch den Abzweig nach Timmern. Die Sperrung wird laut Polizei noch länger bestehen bleiben. Zur Brandursache konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Erst Anfang August hatte im benachbarten Hornburg ebenfalls eine Scheune gebrannt.

Der Artikel wird aktualisiert.

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