Corona in Wolfenbüttel

Auseinandersetzungen zwischen Klinik-Besuchern und Mitarbeitern

| Lesedauer: 3 Minuten
Vor dem Haupteingang des Wolfenbütteler Klinikums wurde ein Testzelt aufgebaut.

Vor dem Haupteingang des Wolfenbütteler Klinikums wurde ein Testzelt aufgebaut.

Foto: Karl-Ernst Hueske

Wolfenbüttel.  Im Wolfenbüttler Klinikum kommt es vermehrt zu Auseinandersetzungen zwischen Besuchern und Mitarbeitern. Das Klinikum appelliert an die Bürger.

In den vergangenen Wochen kam es während der Besuchszeiten im Städtischen Klinikum vermehrt zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen Mitarbeitenden und Besuchern. Auch im Internet werden zunehmend die Grenzen des Zumutbaren überschritten.

Das Team des Klinikums richtet in einer Pressemitteilung daher einen Appell an die Bürgerinnen und Bürger der Region. „Leider mussten wir in der jüngsten Vergangenheit feststellen, dass es immer häufiger zu Konflikten zwischen unseren Mitarbeitenden und einzelnen Besuchern kam. In fast allen Fällen standen unsere Teststrategie und die damit verbundene Einlassprozedur im Mittelpunkt dieser Auseinandersetzungen“, erklärt Axel Burghardt, Geschäftsführer des Klinikums.

Auch Hausverbote können erteilt werden

Zwar zeige der Großteil der Besucher Verständnis für die weiterhin notwendigen Sicherheitsmaßnahmen, doch immer mehr Menschen ließen ihrem Unmut freien Lauf – oftmals mit Aussagen und Anschuldigungen, die weit unter die Gürtellinie zielten. „Es ist nicht hinnehmbar, dass Mitarbeitende unseres Teams auf übelste Art und Weise beleidigt oder sogar bedrängt werden. Wir appellieren hier nicht nur an den solidarischen Grundgedanken in unserer Gesellschaft, sondern schlicht an die Vernunft jedes einzelnen“, so Burghardt.

In Zukunft behalte sich das Klinikum vor, verstärkt von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und Hausverbote zu erteilen. Dies sei jedoch das allerletzte Mittel. „Der Besuch von Angehörigen fördert den Genesungsprozess unserer Patienten, daher sollte ein reibungsloser Ablauf auch im Sinne jedes Gastes sein“, erörtert der Geschäftsführer, der hinzufügt: „Selbstverständlich können wir Teile der Kritik nachvollziehen. Auch wir würden gern zum Alltag aus der Zeit vor Covid-19 zurückkehren, doch bis es soweit ist, müssen wir diesen Weg weiterhin gemeinsam gehen und uns das Leben nicht gegenseitig schwerer machen als nötig“.

Beleidigungen auch online

Auch im Internet würden Mitarbeiter des Klinikums mitunter zur Zielscheibe öffentlicher Beleidigungen: „Auf diversen Bewertungsportalen wurden Mitarbeitende unseres Teams teils namentlich diffamiert.

Das ist ebenfalls in Wolfenbüttel los:

Hier ist eine Grenze überschritten worden“, stellt Burghardt klar, der auch darauf hinweist, dass jedem dieser Fälle nachgegangen werde, wenn nötig auch auf juristischem Wege.

Teststrategie des Klinikums

Derzeit gilt im Städtischen Klinikum wieder die generelle Testpflicht für alle Besucher des Hauses. Auch bereits vollständig geimpfte und genesene Personen werden getestet. Einzige Ausnahme bildet die Vorlage eines tagesaktuellen negativen Tests durch ein anerkanntes Testzentrum.

Häufig würden sich die Besucher über die Wartezeit beschweren. Dabei sei das Klinikum auch weiterhin gesetzlich verpflichtet, die Kontaktdaten eines jeden Besuchers zu erfassen.

Wie lange Warteschlangen vermieden werden können

Darüber hinaus müssen auch die Impf- bzw. Genesenenausweise sowie die Testnachweise auf ihre Korrektheit hin überprüft werden. „Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger der Region daher, ihren Besuch nicht generell punkt 14:30 Uhr einzuplanen. Nur so können lange Warteschlangen vermieden werden.“, so Burghardt abschließend.

Alle Informationen zu den derzeitigen Besucherregelungen finden Sie auf der Homepage des Klinikums unter www.klinikum-wolfenbuettel.de/infos

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