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Weltbekannter Gottfried Wilhelm Leibniz – Teil eins

„Leibniz‘ Name begegnet uns auch im öffentlichen Leben. Es gibt Leibniz-Straßen, Leibniz-Plätze in 225 von 2060 selbstständigen Gemeinden.“

An dieser Stelle wurde schon mehrfach darauf hingewiesen, dass der Name des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (geb. 1. Juli 1646) weltweit bekannt ist. Die letzten 25 Jahre seines Lebens (gest. 14. November 1716) leitete er die Wolfenbütteler Bibliothek im Nebenamt. In zahlreichen Wissenschaften hat er Bahnbrechendes geleistet. In vielen Ländern widmen sich Leibniz-Gesellschaften der Erforschung seiner Werke. Die „Leibniz-Gemeinschaft“ ist ein Zusammenschluss von 96 deutschen außeruniversitären Forschungsinstituten unterschiedlicher Fachrichtungen mit einem Budget von fast zwei Milliarden Euro. In Hannover schmücken sich die Universität, eine Bibliothek und eine Fachhochschule mit seinem Namen.

Leibniz‘ Name begegnet uns auch im öffentlichen Leben. Es gibt Leibniz-Straßen, Leibniz-Plätze etc. in 225 von 2060 selbstständigen Gemeinden in Deutschland. Es gibt den Pik Leibniz, einen Berg in Kirgisistan, einen Mondkrater und einen Asteroiden, die seinen Namen tragen, sowie eine Wespenart, die Oodera leibnizi, ebenso wie 28 Schulen in Deutschland sowie drei Apotheken in Berlin, Hannover, Nürnberg, bis vor kurzem auch eine in Wolfenbüttel. Seit 2017 fährt das Offshore-Versorgungsschiff „Windea Leibniz“ unter der Flagge von Deutschland. Die seit 1891 produzierten „Leibniz-Cakes“, die in 55 Ländern der Welt präsent sind, lassen leider nicht erkennen, dass sie zu seinen Ehren so genannt wurden. Dafür gibt es eine kräftige Kaffeesorte mit dem Namen des Kaffeefans.

In der im Februar 2020 erneut ausgestrahlten dritten Staffel der Sitcom „The Big Bang Theory“, einer erfolgreichen amerikanischen Serie über Irrungen und Wirrungen einer Gruppe genial-verrückter junger Naturwissenschaftler/innen, wird mehrfach an den Streit von Leibniz mit Isaac Newton um die Erfindung des Integrals erinnert.

Es gibt eine Fülle von Leibniz-Comics, die meisten aus dem anglo-amerikanischen Bereich. Leibniz als Comic-Figur hat eine deutsche Zeitschrift drei Jahre lang geradezu dominiert. Unter dem Motto „Mehr Abenteuer, mehr Wissen, mehr Spaß“ stellt das seit Jahrzehnten erfolgreiche Monatsmagazin „Mosaik“ historische Personen und Ereignisse spannend, lustig und im besten Sinne auf bildungsbürgerliche Weise dar. Anlässlich des 300. Todestages von Leibniz erschien 2016 im Berliner „Mosaik-Verlag“ ein 176 Seiten starker Comic-Band mit dem Titel „Abenteuer Wissenschaft. Die Abrafaxe [das sind drei unternehmungslustige Jugendliche] unterwegs mit Gottfried Wilhelm Leibniz“, der mittlerweile zahlreiche Neuauflagen erlebte. Fortsetzung folgt.

Georg Ruppelt erzählt jede Woche Geschichte und Geschichten aus Stadt und Kreis. Ruppelt war stellvertretender Direktor der Herzog-August-Bibliothek und Direktor der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Bibliothek.

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