Nach Limo-Verkauf: Velpkerinnen spenden 200 Euro an Frauenhaus

Wolfsburg.  Maja Wolschke, Emilia Fricke, Franziska und Pauline Bloch haben selbstgemachte Getränke verkauft und ihren Gewinn ans Frauenhaus Wolfsburg gespendet.

Der Umschlag mit Münzen, den Uthe Bloch (von links) von Maja Wolschke, Franziska Bloch, Emilia Fricke und Pauline Bloch überreicht bekam, war so voll, dass sie den Inhalt anschließend in einen Stoffbeutel umfüllen musste.

Der Umschlag mit Münzen, den Uthe Bloch (von links) von Maja Wolschke, Franziska Bloch, Emilia Fricke und Pauline Bloch überreicht bekam, war so voll, dass sie den Inhalt anschließend in einen Stoffbeutel umfüllen musste.

Foto: Privat

Ihr selbstgewählter Name ist einfach und doch kreativ: Maja Wolschke, Emilia Fricke sowie Franziska und Pauline Bloch nennen sich „MfG“ – oder auch „Mädchen für Gutes“. Zu Recht, könnte man sagen, denn die vier Velpkerinnen haben mit dem Verkauf selbstgemachter Getränke Anfang August 200 Euro Spendengeld gesammelt, das sie jetzt an den Förderverein des Wolfsburger Frauenhauses übergeben haben.

Die Idee kam den 11- bis 13-Jährigen, die sich bereits seit dem Kindergarten kennen, in einem gemeinsamen Urlaub. „Wir haben uns beschwert, dass in Limonade so viel Zucker ist. Da wollten wir selbst welche machen“, erzählt Franziska. Dabei sei auch die Idee entstanden, die Getränke zu verkaufen.

Gesagt getan: Die Mädchen druckten Flugblätter mit einer Ankündigung aus und verteilten diese in der Nachbarschaft. Dann gestalteten sie ein Plakat, bastelten dafür Obstnachbildungen und schrieben eine Liste mit ihrem Angebot: Zitronenlimonade, Kaffee, selbst gepresster Apfelsaft, Melonenstücke und Smoothies in verschiedenen Sorten. Mindestspende: 50 Cent.

„Niemand hat weniger als einen Euro gegeben“, erzählt Pauline. Von vornherein sei jedoch klar gewesen, dass das Geld nicht selbst behalten, sondern gespendet werden solle. „Dabei hatten wir das Frauenhaus im Hinterkopf“, so die Elfjährige.

Unter anderem auch deshalb, weil ihre Großmutter Uthe Bloch dort tätig ist. Diese wusste allerdings zunächst nichts von den Plänen ihrer Enkelinnen und deren Freundinnen. Umso gerührter sei sie gewesen, als die Mädchen ihr das Geld übergaben. „Ich finde es toll, dass sich die Kinder mit dem Thema auseinandersetzen“, sagt Bloch. Unterstützung gab es auch von den Eltern: Diese bezahlten den Einkauf und stellten Kaffee- und Smoothiemaschine ebenso zur Verfügung wie einen Tisch und ihren Carport, unter dem der Verkauf stattfand.

Wofür das Geld verwendet werden soll, wissen die Mädchen auch schon: „Die Kinder, die mit ihren Müttern in die Einrichtung kommen, sollen davon auf den Weihnachtsmarkt gehen können“, sagt Franziska. Laut Auskunft des Frauenhauses beziehen 90 Prozent der hilfesuchenden Frauen kein eigenes Einkommen. Die Einrichtung werde zwar von Stadt und Land grundfinanziert, sei für besondere Aktionen, wie den von den Mädchen gewünschten Ausflug, aber dennoch auf Spenden angewiesen.

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