Schießerei in Vorsfelde – Polizisten suchen den Tatort ab

Vorsfelde.  Die beiden Männer, auf die geschossen wurde, sind offiziell als „Touristen“ in Deutschland. Der Überlebende kann die Klinik wohl bald verlassen.

Die Spurensuche der Polizei konzentrierte sich rund ums Haus.

Die Spurensuche der Polizei konzentrierte sich rund ums Haus.

Foto: Hendrik Rasehorn

Tag 6 nach der blutigen Schießerei in Vorsfelde: Weiterhin sind die Ermittler mit ihrer Arbeit am Tatort nicht fertig. Am Montagvormittag waren elf Beamte mit Spürhunden im Einsatz in der Meinstraße.

Rund um das Grundstück Hausnummer 59, wo sich die Tat wohl abgespielt hat, wurde jeder Stein umgedreht – das ist nicht sprichwörtlich gemeint. Sechs Beamten schwärmten auf den Grundstück aus und schauten hinter jedes Stück Holz und schauten in jede Luke. Drei Hundeführer mit ihren unterstützen sie dabei. Geleitet wurde der Einsatz vor Ort von zwei Beamten der Mordkommission.

Auf dem Grundstück steht zur Straße hin das Vorderhaus, dahinter kommt ein Hof, ein Hinterhaus, wiederum dahinter erstreckt sich auf einer Länge von 40 Metern ein Garten. Die Ermittler teilten sich auf und suchten sogar den Rasen ab. Auf Nachfrage erklärte Polizeisprecher Sven-Marco Claus. „Bereits am Abend der Tat wurde das Grundstück ja abgesucht. Dies wurde nun wiederholt, wobei keine konkreten Objekte gesucht wurden. Entdeckt wurde bei dieser Suche auch nichts.“

Auf Nachfrage erklärte Polizeisprecher Sven-Marco Claus, dass die Ermittler den 31-Jährigen, der die Schießerei überlebt hat und im Klinikum liegt, aufgesucht haben. Wozu der Mann aussagte und wozu nicht, dazu machte Claus keine Angaben. „Ihm geht es mittlerweile besser. Er wurde ja bei der Schießerei lebensgefährlich verletzt. Ende vergangener Woche wurde er im Klinikum ein zweites Mal operiert.“

Nach WN-Informationen könnte der Hintergrund der Schießerei eine Auseinandersetzung im Drogen-Milieu sein. Bei dem 31-Jährigen und dem 20-Jährigen, der bei der Schießerei tödlich verletzt wurde, soll der Verdacht bestehen, dass sie selbst mit Drogen gehandelt haben. Ob der 31-Jährige, wenn der Genesungsprozess weiter fortschreitet, dass Krankenhaus und damit die Stadt einfach verlassen kann oder ob die Polizei ihn gerne in Wolfsburg hierbehalten würde, wollte Claus nicht kommentieren. Die beiden Männer sind Albaner und nicht in Wolfsburg wohnhaft. Zur Frage ihres Aufenthaltsstatus erklärte Claus: „Sie sind Touristen.“ Albaner benötigen zur Einreise nach Deutschland kein Visum, dürfen sich dann aber nicht länger als 90 Tage pro Halbjahr im Bundesgebiet aufhalten. Zudem dürfen sie während dieses Zeitraums keine Erwerbstätigkeit aufnehmen.

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