Mord in Vorsfelde – Mehrere Hinweise zu flüchtigen Tätern

Wolfsburg.  „XY“ berichtet über mutmaßliche Bluttat im Kriminellenmilieu. Zwei Albaner attackierten Mitte August 2019 zwei Landsmänner.

Der Wolfsburger Kriminalkommissar Immanuel Schnittke (kleines Foto links) wurde Mittwochabend bei „Aktenzeichen XY“ live in die Sendung zugeschaltet. Die Ermittler fahnden nach zwei Albanern, die in Vorsfelde im August 2019 einen Landsmann getötet und einen weiteren lebensgefährlich verletzt haben sollen.

Der Wolfsburger Kriminalkommissar Immanuel Schnittke (kleines Foto links) wurde Mittwochabend bei „Aktenzeichen XY“ live in die Sendung zugeschaltet. Die Ermittler fahnden nach zwei Albanern, die in Vorsfelde im August 2019 einen Landsmann getötet und einen weiteren lebensgefährlich verletzt haben sollen.

Foto: Hendrik Rasehorn

Schon kurz nach dem Beitrag in der ZDF-Fahndungssendung „Aktenzeichen XY“ zum Mordfall Vorsfelde vom August 2019 gingen bei Kriminalkommissar Immanuel Schnittke und seinen Kollegen von der Kripo Wolfsburg rund ein Dutzend Hinweise ein. Das klingt zwar nicht viel, lag gleichwohl im Bereich der Erwartungen, wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig, Christian Wolters, gegenüber unserer Zeitung bekräftigte. „Es wird ja immerhin seit fünfzehn Monaten in dem Fall ermittelt. Deswegen haben wir nicht mit hunderten an Hinweise zum Verbleib der beiden gesuchten Tatverdächtigen gerechnet.“ Die Hinweise werden nun von der Moko abgearbeitet. Ob die heiße Spur darunter ist, wird sich zeigen.

20-jähriger Albaner wurde wohl Zufallsopfer

Das Drehbuch zu dem TV-Beitrag hatte die „XY“-Redaktion in enger Abstimmung mit Staatsanwaltschaft und Kripo entwickelt und spiegelt den Stand der Ermittlungen wieder. In einer Wohnung in der Meinstraße hielten sich am 13. August 2019 vier Männer auf. Einer von ihnen, ein 31-jähriger Albaner, erhielt kurz vor der Tat angeblich einen Anruf, in dem ihm mitgeteilt wurde, dass zwei Männer nach ihm suchen würden. Womöglich die gleichen Männer tauchten gegen 22 Uhr vor der Wohnung auf und klingelten. Der 31-Jährige öffnete, es kam zum Streit.

Der 31-Jährige wurde mit einem Schuss ins Bein lebensgefährlich verletzt. Einer seiner drei Bekannten in der Wohnung, ein 20-jähriger Albaner, wollte ihm wohl zur Hilfe eilen und erlitt einen Bauchschuss. Er verstarb nur Stunden später im Klinikum. „Nach unseren bisherigen Erkenntnissen spricht viel dafür, dass er tatsächlich Zufallsopfer geworden ist und es den Tätern eigentlich um den 31-Jährigen ging. Der Hintergrund der Tat konnte aber noch nicht aufgeklärt werden“, sagt Wolters.

Fluchtauto wurde gestohlen, als Halterin in England war

Zunächst wollte der 31-jährige Überlebende gegenüber der Polizei keine Aussage machen, selbst dann nicht, nachdem er erfahren hatte, dass der 20-Jährige verstorben war. Möglicherweise waren sie beide in kriminelle Geschäfte verstrickt. Am 18. August wurde der Fluchtwagen der Täter knapp 15 Kilometer vom Tatort entfernt auf einer Weise im Kreis Gifhorn entdeckt. Das Auto aus dem Kreis Havelland war zuvor in Brandenburg gestohlen wurden. Die Halterin befand sich zu dem Zeitpunkt in England. Wie das Auto in den Besitz der Täter geriet, ist ungeklärt, heißt es im „XY“-Beitrag.

Polizei konnte Spuren sichern von Kurtesho und Veraj

Am gleichen Tag, an dem der Fluchtwagen entdeckt wurde, verließ der 30-Jährige das Klinikum – und entschloss sich doch noch, die mutmaßlichen Täter, die er auch kannte, zu nennen: Orgest Kurtesho (31) und Eglis Veraj (26), beide ebenfalls Albaner so wie er. Kriminalkommissar Immanuel Schnittke bekräftigte: „Wir konnten die Aussagen mit Spuren untermauern.“

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