Starmaster im Wolfsburger Planetarium erreicht mehr Helligkeit

Wolfsburg.  Der Kulturausschuss stimmt dem Upgrade der Technik zu. Kostenpunkt: 200.000 Euro. Noch gibt es keine neuen Räume für den Kunstverein Crearte.

Der Starmaster projiziert in ausgefeilter Technik 9000 funkelnde Sterne an die gewölbte Kuppel des Planetariums.

Der Starmaster projiziert in ausgefeilter Technik 9000 funkelnde Sterne an die gewölbte Kuppel des Planetariums.

Foto: Helge Landmann

Für rund 200.000 Euro wird der Sternenprojektor „Starmaster ZMP“ im Planetarium aufgerüstet. Die LED-Technik für Beleuchtung, Motor und Steuerungssysteme wird durch das Upgrade der Herstellerfirma Zeiss eine größere Helligkeit erreichen und über bessere Energie-Effizienz verfügen. Der Kulturausschuss stimmte dem Upgrade einmütig zu.

Zustimmung erhielt auch die Vorlage zur Anpassung des Teilhaushaltes Kultur 2020/2021. Die Änderungen betreffen insbesondere das Hallenbad, den Congress-Park sowie die städtischen Gesellschaften. Sie sind den Auswirkungen, also zeitweiligen Schließungen dieser Einrichtungen, durch die Bekämpfung der Corona-Pandemie geschuldet. Es handelt sich um 170.000 Euro im Haushaltsjahr 2020 und rund 150.000 Euro im Etat 2021. Dadurch sind Zuschusserhöhungen erforderlich geworden.

Wo findet der Kunstverein Crearte eine neue Zentrale?

Für eine zügige Verbesserung der Digitalisierung plädiere der Ausschuss, erklärte auf Nachfrage die stellvertretende Vorsitzende, Ratsfrau Iris Schubert (SPD), „denn alle Einrichtungen müssen zukunftsfähig“ sein. Dies habe die Pandemie mit ihren Folgen wie Homeschooling (Hausunterricht) am Beispiel der städtischen Musikschule gezeigt. Sie bietet teilweise Unterricht vor Ort, teilweise auch digital an. Dies gelte für alle Institutionen im Kulturbereich, beispielsweise das Institut Heidersberger auf Schloss Wolfsburg. Ein diesbezüglicher Antrag der Sozialdemokraten wurde aber noch nicht abschließend entschieden.

Offen bleibt auch die Zukunft des Kunstvereins Crearte. Der 2012 im Zuge der 50-Jahr-Feiern der italienischen Einwanderung nach Wolfsburg gegründete Kulturverein verfügt zurzeit über die Galerie Zwischenraum sowie Ateliers am Schachtweg. „Bis zum Sommer 2021“, sagte Schubert, könne der Kunstverein diese weiter nutzen, aber es sei schwierig, „in der Innenstadt geeigneten Ersatz zu finden“. Eine Möglichkeit, in der Porschestraße frei gewordene Geschäftsräume zu nutzen, sei laut Kulturdezernent Dennis Weilmann nicht realisierbar. Der Verein hat sich in einem Schreiben an den Dezernenten gewandt mit der Bitte um Ersatzräume, da der Bau im Schachtweg geräumt werden müsse.

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