62 Mitarbeitende im Wolfsburger Hospizhaus geimpft

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Lucas Weiß als Geschäftsführer des Vereins Hospizarbeit Region Wolfsburg ließ sich impfen.

Lucas Weiß als Geschäftsführer des Vereins Hospizarbeit Region Wolfsburg ließ sich impfen.

Foto: Hospizarbeit Region Wolfsburg e. V.

Wolfsburg.  Es gehört neben den Pflegeheimen zu den Einrichtungen, die in Wolfsburg als erste berücksichtigt wurden.

Mit freudiger Erwartung sei kürzlich das mobile Impf-Team des Impfzentrums im Hospizhaus Wolfsburg empfangen worden, wie der Verein „Hospizarbeit Region Wolfsburg“ mitteilt. Ein Gast und 62 Mitarbeitende des Vereins seien gegen Covid-19 geimpft worden. Damit gehöre das Hospizhaus zu den Einrichtungen in Wolfsburg, die nach den Pflegeheimen als erste berücksichtigt worden seien.

„So kann unser Haus eine Heimat in dieser besonders herausfordernden Zeit bleiben“

Lucas Weiß, Geschäftsführer des Vereins, ist froh, dass dieser Termin so schnell möglich gemacht wurde. „Wir sind eine Heimat für die letzte Lebensphase. Auch in der Pandemie. Umso dankbarer sind wir, dass wir nun geimpft wurden, damit unser Haus weiterhin eine Heimat in dieser besonders herausfordernden Zeit bleiben kann.“

Mehr als 90 Prozent der Pflegekräfte haben sich für die Impfung entschieden

Im Vorfeld seien alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Gäste des Hospizes über alle gesundheitlichen Aspekte der Impfung aufgeklärt worden. Die Impfung sei freiwillig erfolgt. Neben der Hauswirtschaft, der Verwaltung und dem Sozialdienst hätten sich auch mehr als 90 Prozent der Pflegekräfte des Hospizvereins für die Impfung entschieden und sendeten damit ein positives Signal. Bisher sei kein Hospizgast (Bewohner) im Hospizhaus positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Impfung sei ein deutlicher Schritt zurück zur Normalität.

Unter dem Dach des Hospizvereins Wolfsburg befinden sich neben dem stationären Hospiz auch das Palliativ-Netzwerk-Wolfsburg und die ambulante Hospizarbeit. Palliativfachkräfte und viele Ehrenamtliche seien während der Pandemie in Familien und bei schwerkranken Patienten zu Hause oder in den Pflegeheimen unterwegs, um sie in ihrer letzten Lebensphase zu betreuen. Auch das Hospizhaus habe während der gesamten Pandemie die Betreuung und Versorgung sterbender Menschen aufrechterhalten. Doch die Anfragen nach Hospizplätzen sei in den vergangenen Monaten sehr zurückgegangen.

Bis zu vier Besucher sind pro Hospizgast erlaubt

Lucas Weiß und Brigitte Werner könnten sich als Geschäftsführung dies nur so erklären, dass die Verunsicherung durch Corona bei allen Menschen groß sei. Viele Wolfsburgerinnen und Wolfsburger wüssten nicht, dass sie ihre Liebsten im Hospiz weiterhin besuchen können.

Bis zu vier Besucher seien pro Hospizgast erlaubt, natürlich nur, wenn die Besucher symptomfrei seien und sich an die Abstandsregeln hielten.

Lucas Weiß betont: „Wir werden alles daransetzen, dass Besuche der Hospizgäste immer möglich bleiben, damit Menschen am Lebensende nicht alleine bleiben müssen. Die Hospizarbeit kämpft dafür, dass es Nähe, Zuwendung und Begleitung gibt – im Sterben und in der Trauer.“

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