Verkehr in Wolfsburg

Für Baustelle: Stadt Wolfsburg will Braunschweiger Straße sperren

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Die Braunschweiger Straße gehört zu den am stärksten befahrenen Straßen in Wolfsburg. Im Abschnitt zwischen dem Burgwall und der Straße "Am Rotheberg" soll die Fahrbahndecke saniert werden.

Die Braunschweiger Straße gehört zu den am stärksten befahrenen Straßen in Wolfsburg. Im Abschnitt zwischen dem Burgwall und der Straße "Am Rotheberg" soll die Fahrbahndecke saniert werden.

Foto: Helge Landmann / regios24

Wolfsburg.  Umleitungen und Verkehrsbehinderungen drohen im Sommer in Wolfsburg: Die Kommune will die Braunschweiger Straße sanieren. Die Politik ist sauer.

Auf der Braunschweiger Straße könnte es in diesem Jahr zu Verkehrsbehinderungen kommen: Die Stadt Wolfsburg plant, mit der Deckensanierung zu beginnen. Auf Höhe des Rabenbergs und des Köhlerbergs sollen stadteinwärts 5000 Quadratmeter Asphaltdeckschicht erneuert werden.

Die Braunschweiger Straße ist seit geraumer Zeit zu einer ähnlichen Buckelpiste geworden wie vor einigen Jahren die Heinrich-Nordhoff-Straße. Nun soll ein erster Abschnitt zwischen dem Burgwall und der Straße „Am Rotheberg“ zur Baustelle werden. Die zweiwöchigen Straßenarbeiten sind für die Sommerferien angesetzt.

Aufgrund der angekündigten Beeinträchtigungen stößt das Vorhaben allerdings auf Widerspruch. Der Ortsrat Stadtmitte ist nicht damit einverstanden, dass die Tankstelle und die Autoglaserei an der Braunschweiger Straße für etwa eine Woche von ihrer Kundschaft abgeschnitten werden, wie die Kommune es plant. Als problematisch erachtet er zudem, dass Rettungswagen während der Bauzeit nicht von der Braunschweiger Straße nach links in die Röntgenstraße abbiegen können. Um zum Klinikum zu gelangen, sollen sie den Umweg über die Heinrich-Heine-Straße und die Laagbergstraße nehmen.

Geplante Baustelle auf Braunschweiger Straße sorgt für politischen Ärger

Walter Fink (SPD) wollte in der Ortsratssitzung am Dienstag wissen, wie viel Zeit der Umweg kostet. „Bei einem Herzinfarkt zählt jede Minute“, gab er zu bedenken. Die Frage konnte die Verwaltung ad hoc nicht beantworten, versicherte jedoch, die Feuerwehr sei bei der Abstimmung über die Umleitungsstrecke dabei gewesen und habe zugestimmt.

Mit dieser Auskunft war auch Bastian Zimmermann unzufrieden. „Es ist ja jetzt schon so, dass die Krankenwagen zum Teil sehr lange brauchen“, kritisierte der Linken-Ratsherr. Ramona Clay-Fink (SPD) regte an, statt der vorgesehenen Umleitungsstrecke die alte Straße, die vom Theater durch den Wald zum Klinikum führt, für die Rettungsfahrzeuge freizugeben.

Eine Nachtbaustelle als Alternative?

Clay-Finks Parteigenossin Iris Schubert bat darum, eine Ausgleichszahlung für die Gewerbetreibenden zu prüfen, sollte kein Weg daran vorbeiführen, das Tankstellen- und Werkstattgelände von der Braunschweiger Straße abzuschneiden. Ortsbürgermeister Erich Schubert regte an, das Problem durch abschnittsweises Bauen oder eine Nachtbaustelle zu umgehen.

Scharfe Kritik am gesamten Verfahren übte Jens Tönskötter (PUG): Er ärgert sich darüber, dass die Stadtverwaltung ihre Pläne nur zur Kenntnis gab und sie nicht zur Abstimmung stellte. „Sollten Sie das durchziehen, werde ich das Verwaltungsgericht anrufen“, warnte er. „Am Ende des Tages gilt immer noch das Mitwirkungsrecht der Politik. Das umgehen Sie gerade.“

Deckensanierung beeinträchtigt auch Röntgenstraße und Am Rotheberg

Die Stadtverwaltung plant, die stadteinwärts führenden Fahrspuren der Braunschweiger Straße während der Fräs- und Asphaltarbeiten für etwa eine Woche voll zu sperren. Der Verkehr soll in dieser Zeit auf die Gegenfahrbahn umgelenkt werden. Das Linksabbiegen in die Röntgenstraße wird unterbunden, ebenso wie das Linksabbiegen von der Röntgenstraße auf die Braunschweiger Straße. Die Straße „Am Rotheberg“ wird für die Zeit der Vollsperrung zur Sackgasse.

In Vorsfelde hatte im März die geplante Baumaßnahme an der B188 für Stirnrunzeln gesorgt. Ein Teil der Straße soll im Sommer grunderneuert werden.

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