Wohnen in Wolfsburg

Neue Einfamilienhäuser: Das plant die Stadt in Reislingen

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Den Bau von Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Doppelhäusern möchte die Stadt Wolfsburg in der Probstschen Kuhle in Reislingen ermöglichen. 

Den Bau von Einfamilienhäusern, Reihenhäusern und Doppelhäusern möchte die Stadt Wolfsburg in der Probstschen Kuhle in Reislingen ermöglichen. 

Foto: Julian Stratenschulte / picture alliance/dpa (Symbolbild)

Wolfsburg.  Gute Nachrichten für alle, die sich ein Eigenheim in Wolfsburg wünschen: In Reislingen soll ein neues Baugebiet entstehen.

Ein neues Wohngebiet will die Stadt Wolfsburg an der Sandkrugstraße in Reislingen planen. Ein Großteil des rund 210.000 Quadratmeter großen Geländes zwischen der Straße Am Bötzel, dem Gerta-Overbeck-Ring, der Zollstraße und der Sandkrugstraße gehört der Kommune selbst. Sie möchte rund um die Probstsche Kuhle verwirklichen, worauf Tausende Wolfsburger warten.

„Wir sehen dort insgesamt eher Einfamilienhäuser, Reihenhäuser und Doppelhäuser“, sagte Stadtplanungsleiterin Silke Lässig dem Bauausschuss, der sich am Donnerstag wie zuvor der Ortsrat in erster Lesung mit dem Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Südlich der Sandkrugstraße“ befasste. Etwa 25.000 Quadratmeter befinden sich im Eigentum von Teja Schönberger, der die ehemalige Autolackiererei Pokropp gekauft hat. Schönberger will in Reislingen 150 bis 300 günstige Mietwohnungen bauen. Für einen Zipfel jenseits der Zollstraße schmiedet ein weiterer Investor Pläne.

Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide erinnerte den Bauausschuss daran, dass die Stadtverwaltung das potenzielle Baugebiet schon seit rund zehn Jahren in Reserve habe. „Es gibt noch keine dezidierten Planungen.“

Einfamilienhaus in Wolfsburg? – In Reislingen wird ein Baugebiet geplant

Silke Lässig erklärte, warum die Kommune auch ein städtebauliches Konzept für ein Gebiet erstellen will, das über das Bebauungsplangebiet hinausreicht: Die Stadtverwaltung vermutet, dass im stark bewachsenen südlichen Teil des ehemaligen Gewerbegebietes rund um das Betonwerk viele Altlasten im Boden schlummern und der Nutzen einer Bebauung in keinem Verhältnis zu den ökologischen Kosten stehen würde. Lässig geht davon aus, dass Neubauten hier allenfalls entlang der Straße in Betracht kommen.

Mit dem Bebauungsplan möchte Lässigs Team eine ortsverträgliche Erweiterung Reislingens ermöglichen, einen gestalterischen Einklang zwischen der städtischen Fläche und den Investorenflächen herstellen und das Grüngebiet im Süden weiterentwickeln.

Gebiet ist 210.000 Quadratmeter groß

Für Verwunderung bei Jens Tönskötter (PUG) wie Ira von Steimker (CDU) sorgte die Einbeziehung einer kleinen Fläche jenseits der Zollstraße. „Wir ziehen jetzt einen Bebauungsplan über ein Gelände, wo der Schleifenschlag für die L 290 stattfinden könnte“, sagte Tönskötter. „Konterkariert das nicht die ursprünglichen Planungen für die verkehrliche Regelung?“

Kai-Uwe Hirschheide sagte, die Stadtverwaltung arbeite noch an der Entwicklung der L 290, die seit Jahren ertüchtigt und gegebenenfalls verschwenkt werden soll. Dass der Geltungsbereich des Bebauungsplans dieses Gebiet umfasse, bedeute nicht, dass die inhaltliche Ausrichtung im Gegensatz zur Straßenplanung stehe, so der Stadtbaurat.

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