Verkehr

So spottet Facebook über das Wolfsburger „Leitplanken-Paradies“

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An Leitplanken herrscht auf diesem Abschnitt der K 111 zwischen Barnstorf und Heiligendorf kein Mangel.

An Leitplanken herrscht auf diesem Abschnitt der K 111 zwischen Barnstorf und Heiligendorf kein Mangel.

Foto: Privat

Wolfsburg.  Teuer, gefährlich, überflüssig: Eine Leitplanken-Schwemme und Tempo 50 an der K 111 in Wolfsburg sorgen auf Facebook für gesalzene Kommentare.

Eine Leitplanke kommt selten allein, zumindest an der K 111 in Wolfsburg. Über das nach der Straßensanierung zwischen Barnstorf und Heiligendorf entstandene Leitplanken-Paradies amüsiert sich jetzt auch die Facebook-Gemeinde.

„Alle paar Meter. Echt stylish“, spottet eine Userin. „Ist das Kunst oder kann das wech?“, fragt ein Vorsfelder. Ein anderer User hat eine neue Erklärung dafür gefunden, warum bislang erst auf einem Teil der Strecke Schutzplanken aufgestellt wurden und Autofahrer auf dem anderen Abschnitt nur 50 km/h fahren dürfen: „Da gab es wohl einen europäischen Leidplankenfördertopf (sic!), welcher auf halber Strecke aufgebraucht war.“

„Totale Übertreibung, vernünftige Geschwindigkeit und wir könnten viel Geld sparen“, meint ein Wolfsburger. Und was wäre vernünftig? „70 km/h wäre ok …. 50 ist echt ne Zumutung“, schreibt ein User. Insbesondere, weil die Strecke wie eine Formel-Eins-Rennstrecke ausgebaut sei.

Leitplanken an K 111: „So einen Blödsinn gibt es nur in Wolfsburg“

Ein Kommentator befürchtet, dass Tempo 50 nur zum Überholen anregt und so das Unfallrisiko vergrößert. Ein Wolfsburger sieht eine Gefahr für Motorradfahrer, da ihm die Leitplanken sehr hoch vorkommen. Um die Tierwelt sorgt sich ein Dritter: „Das wird noch lustig, wenn das geblendete Wild gegen die Planken prallt und den Weg nicht von der Straße findet.“

Die Stadt Wolfsburg begründet die Installation der Leitplanken, die in den Werksferien fortgesetzt werden soll, damit, dass dies in der Richtlinie für passiven Schutz an Straßen so vorgesehen sei. „Wird eine Straße neu angelegt oder grunderneuert, müssen die aktuellen Vorgaben, beispielsweise zu den Schutzplanken, umgesetzt werden“, erläuterte der Pressesprecher.

In den Werksferien werden an der K 111 weitere Schutzplanken installiert

Aber wie viel Aufwand soll man für die Verkehrssicherheit treiben? „Nirgends auf der Welt sieht man so viele Leitplanken wie in Deutschland und trotzdem wird man die Verkehrstoten niemals auf Null bekommen. Der Einsatz von soviel Geld und Material passt nicht mehr in unsere Zeit“, meint ein User.

Fazit einer Volkswagen-Mitarbeiterin aus Gifhorn: „So einen Blödsinn gibt es nur in Wolfsburg.“ Das stimmt nicht. Im Landkreis Helmstedt sorgten 2020 die schier endlosen Leitplanken an der B 1 bei Bornum für Diskussionen.

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