Stadt will nun doch neues Feuerwehrhaus in Hattorf bauen

Hattorf.  Einen Termin für den Spatenstich gibt es noch nicht. Ortsbrandmeisterin Magret Gawelczyk: „Wir warten sehnsüchtig darauf.“

Das Hattorfer Feuerwehrhaus ist zu klein und soll durch einen Neubau ersetzt werden.

Das Hattorfer Feuerwehrhaus ist zu klein und soll durch einen Neubau ersetzt werden.

Foto: Helge Landmann / regios24 (Archiv)

Nun also doch: Die Freiwillige Feuerwehr Hattorf soll ein neues Gerätehaus für rund 2,1 Millionen Euro bekommen. „Wir freuen uns sehr, wenn es endlich losgeht. Wir warten schon lange und sehnsüchtig darauf“, sagt Ortsbrandmeisterin Magret Gawelczyk.

Baustart ist noch nicht bekannt

Doch wann genau der Neubau auf dem Eckgrundstück an der Krugstraße in Angriff genommen wird, vermochte Dezernent Andreas Bauer im Ausschuss für Bürgerdienste, Energie, Umwelt und Feuerwehr am Mittwoch nicht zu sagen. „Es werden nicht gleich die Bagger anrollen.“ Noch Ende September hatte Bauer den Bau des Gerätehauses ausgeschlossen: „Dafür ist kein Geld da.“ Inzwischen revidierte er seine Meinung: Nach einem gemeinsamen Antrag von FDP, PUG, SPD und Linke & Piraten, den Neubau in den Haushaltsplan wieder mit aufzunehmen, sagte Bauer am Mittwoch: „Wenn wir diese Maßnahme streichen, machen wir eine Menge im Ehrenamt kaputt.“

Ortsbürgermeister hofft auf Spatenstich im Frühjahr 2021

Die Planungen für das Hattorfer Gerätehaus liegen schon lange fertig in der Schublade. Bereits vor eineinhalb Jahren hatte der Rat den Neubau beschlossen. Eigentlich sollte der Spatenstich im Herbst diesen Jahres erfolgen. „Ich gehe nun davon aus, dass es im Frühjahr 2021 soweit sein wird“, sagte Hattorfs Ortsbürgermeister Marco Meiners (FDP) in Richtung Verwaltung. Er sei sehr irritiert, so Meiners, dass in der Verwaltung so lange nicht an dem Thema weitergearbeitet wurde.

Das alte Gerätehaus der Hattorfer Ortsfeuerwehr an der Siekstraße entspricht schon lange nicht mehr den Anforderungen. Die Fahrzeughalle ist zu klein, es gibt zu wenig Einstellplätze, Lagerflächen und keine Umkleideräume. Die Spinde für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte sind in der Fahrzeughalle untergebracht, in der sie sich auch umziehen. Zudem fehlt es an Lager- und Übungsräumen für den Spielmannszug „Magic Flames“.

Auch andere Ortsfeuerwehren melden Bedarf an

Der geplante Neubau an der Krugstraße besteht aus einer Fahrzeughalle für zwei Fahrzeuge mit bis zu zehn Metern Länge und einem Werkstatt- und Lagerbereich. Der Anhänger des Musikspielzuges findet ebenfalls in der Fahrzeughalle ausreichend Platz. Zudem besteht die Möglichkeit, die Halle nachträglich um einen zusätzlichen Stellplatz zu erweitern.

Nicht nur in Hattorf oder Kästorf melden die Freiwilligen Feuerwehren seit längerem Bedarf an. „Wir Freiwilligen wünschen uns, dass wir nicht vergessen werden und möchten uns in unseren Feuerwehrhäusern auch wohlfühlen“, sagt Hattorfs Ortsbrandmeisterin Magret Gawelczyk. Doch was bleibt für die Ortsfeuerwehren in den nächsten Jahren übrig angesichts der 115 Millionen Euro, die die Stadt in den Neubau von zwei Wachen für die Wolfsburger Berufsfeuerwehr investieren will?

„Es darf nicht zu Neiddebatten kommen“, forderte Ausschussvorsitzender Günter Lach (CDU). Dezernent Bauer hatte zuletzt erklärt: „Es geht nicht um ein Ausspielen von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr untereinander. Es geht vielmehr darum, objektiv und sachlich abzuwägen, wie wir das wenige Geld verteilen beziehungsweise einsetzen.“

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